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Wer holt den Ingo-Zobel-Cup?

Großer Boxabend in Kaltenkirchen Wer holt den Ingo-Zobel-Cup?

Spannenden Boxsport verspricht der 12. Ingo-Zobel-Cup am Sonnabend, 30. April, in der Halle am Marschweg. 18 Kämpfe sind geplant. Für den ausrichtenden Verein, die Kaltenkirchener Turnerschaft (KT), stehen sieben Athleten bereit.

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Amed Al Saadi (rechts) steigt für Kaltenkirchen in den Ring. Im Training stand er Robert Raebel gegenüber.

Quelle: Heinrich Pantel

Kaltenkirchen. Die größte Gruppe hat sich aus Polen mit elf Faustkämpfern angekündigt. Weitere Sportler werden aus Schleswig-Holstein, Hamburg und Berlin erwartet, um in unterschiedlichen Alters- und Gewichtsklassen in den Ring zu steigen. Vier Damenkämpfe sind vorgesehen.

 Für den technisch besten Kampf wird der Ingo-Zobel-Cup ausgegeben. Der Pokal erinnert an den früheren Bürgermeister, der mit seiner Unterstützung maßgeblich dazu beitrug, dass in Kaltenkirchen eine Boxhalle errichtet wurde. Sie ist das Leistungszentrum des Landesverbandes und steht für das Kadertraining der Besten zur Verfügung, ebenso für die Ausbildung der Trainer und den Übungsbetrieb der KT-Sparte. Ihr Leiter Martin Jahnke meinte: „Ich hätte mit Ingo Zobels Unterstützung gerne noch viele Kampfabende durchgeführt. Leider starb er viel zu früh.“

 Zu einem öffentlichen Training hatte Jahnke Sponsoren und Pressevertreter eingeladen. Geleitet wurde die Übungseinheit von einem Trainierteam mit Harald Sixt, Cemal Barmaksiz, Robert Raebel und Christopher Krebs. Sixt, mehrfacher Deutscher Meister in den 1970er-Jahren, führte das Kommando. Martin Jahnke sieht einmal in der Woche beim Training vorbei. In die sportlichen Belange mischt er sich nicht ein. Er passt auf, dass die Bedingungen stimmen. Vor dem Hintergrund, dass viele Jugendliche beim Boxsport mit Feuereifer bei der Sache sind, meinte er: „Ganz wichtig ist, dass die Mädchen und Jungen sich wohlfühlen bei dem, was sie machen.“

 Seit 17 Jahren leitet Jahnke die Abteilung. Die Entwicklung des Boxens beurteilte er differenziert: „Es ist nicht mehr geworden. Die Qualität ist aber eine bessere.“ Das Freizeitangebot sei groß, die Konkurrenz habe zugenommen.

 Haben die Kämpfer Respekt vor dem kommenden Boxabend? Amed Al Saadi, ein 20-jähriger Lübecker, der für die KT in den Ring steigt, lachte und wies die Frage entschieden zurück. „Egal, wer kommt. Ich achte alle Gegner, Respekt habe ich aber vor keinem. Und Angst sowieso nicht.“

 Anspannung sei da, räumte er ein. Mehr aber nicht. Der junge Mann floh mit der Familie als kleines Kind aus dem Irak, hat inzwischen die deutsche Staatsangehörigkeit und möchte Polizeibeamter werden. Er wurde vom Landesverband zum Boxer des Jahres 2015 ernannt.

 Ein großes Talent ist der 20-Jährige zweifellos. Er ist Norddeutscher Meister, und man darf auf seinen Auftritt gespannt sein. Ebenso für Kaltenkirchen steigen in den Ring: Delil Cetin, Mariel Janz, Joannis Dimitriadis, Janine Lellwitz, Ali Al Saadi und Denis Wülfken. Auch sie brennen darauf, ihr Können im Ring zu zeigen.

 Um 19 Uhr beginnen die Vorkämpfe Die Jüngsten sind 16 Jahre alt. Gegen 20 Uhr geht es nahtlos weiter mit den Hauptkämpfen.

 

 Karten im Vorverkauf gibt es im Restaurant Zeus an der Holstenstraße und bei der Kaltenkirchener Bank am Bahnhof. Der Eintritt beträgt 10 Euro pro Person.

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