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Verträge zum Wassersport

Großer Segeberger See Verträge zum Wassersport

Nun hat der älteste Wassersportverein am Großen Segeberger See auf lange Sicht Planungssicherheit. Die Mitgliederversammlung des Segeberger Bootsvereins (SBV) gab dem Vorstand einstimmig grünes Licht, den Entwurf eines neuen Erbpachtvertrages mit einer Laufzeit von 30 Jahren zu unterzeichnen.

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Durch den Vertrag mit der Stadt hat auch der Segeberger Bootsverein jetzt Planungssicherheit.

Quelle: Dierk E. Seeburg

Bad Segeberg. Das städtische Gelände am Winklersgang 6 nutzt der Verein seit Jahrzehnten und hat dort bereits 1928 ein (später erweitertes) Bootshaus mit mehrfach restaurierten Steganlagen am Ufer errichtet.

 In der ausgehandelten Nachfolgevereinbarung für den eigentlich erst 2022 auslaufenden bisherigen Vertrag aus dem Jahr 1974 ist eine Option auf Verlängerung für weitere 20 Jahre enthalten. Das berichtete Vorsitzender Detlef Bunge während der Frühjahrsversammlung im Vereinslokal Bürgerstuben.

 Der neue Vertrag solle rückwirkend ab Januar in Kraft treten, ebenso wie die gleichzeitig verhandelten Verträge der Stadt mit dem benachbarten Segeberger Ruderclub (SRC) und dem Segeberger Segelclub (SSC). Für den SSC war es allerhöchste Zeit zur Erneuerung der Erbpacht-Vereinbarung. Denn sie war bereits Ende 2013 ausgelaufen. Der Kontrakt mit dem Ruderclub endete zum Jahresschluss 2015.

 Der bisherige Vertrag mit dem Bootsverein sah für das rund 2100 Quadratmeter große Vereinsgelände mit Land- und Wasserfläche lediglich eine Art Anerkennungsgebühr vom SBV an die Stadt von jährlich 5,86 Euro Erbpachtzins pro Jahr vor. Verbunden mit dem neuen Vertrag ist eine auf ein Vielfaches angehobene Zahlung von 404,92 Euro pro Jahr, und das mit einer Zusatzklausel zur automatischen Erhöhung um jeweils 3 Prozent alle drei Jahre. Doch auch dieser Betrag ist für den Verein ebenso verkraftbar wie die geforderte Übernahme der Notarkosten. Der SBV hat längst die früher aufgenommenen Investitionsdarlehen für Schulungsraum-Anbau am Bootshaus und Kauf der Winterlager-Bootshalle in Tarbek getilgt.

 Zudem kann der Verein mit derzeit 85 Familien und Einzelmitgliedern zum Jahresbeginn ein Sicherheits-Guthaben von noch gut 9000 Euro als finanzielles Polster für notwendige Arbeiten auf dem Vereinsgelände vorweisen, wie etwa die angedachte Stege-Sanierung. Das berichtete Kassenwart Roland Gleiss mit Hinweis auf die über Jahre konstanten Einnahmen in Höhe von rund 10300 Euro pro Jahr durch Mitgliedsbeiträge und Ersatzzahlungen für nicht geleistete Arbeitsdienst-Stunden. Dem standen 2015 gut 23500 Euro Ausgaben gegenüber, darunter 13000 Euro für Erneuerung maroder Festmacher-Pfähle und Planken an den Steganlagen.

 

 Ebenso einmütig wie den neuen Vertrag billigten die Versammlungsteilnehmer sämtliche Vorschläge für die Vorstandswahlen. Vorsitzender Detlef Bunge, Schriftführerin Christin Cords und Pressewart Dierk E. Seeburg wurden für weitere zwei Amtsjahre wiedergewählt. Der langjährige Sport- und Stegwart Hans-Joachim „Hanni“ Jansen verzichtete auf eine erneute Kandidatur. An seine Stelle rückte Jörg Lincke.

 Die Jugendarbeit übernimmt Bunge mangels anderer Bewerber wieder kommissarisch. Jansen bleibt dem Verein als Funktionsträger erhalten, denn er wurde anstelle des 2015 verstorbenen Harro Dethlefs in den siebenköpfigen Ehrenrat gewählt.

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