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Sie zaubern ein Lächeln auf die Lippen

Grüne Damen im Klinikum Sie zaubern ein Lächeln auf die Lippen

Die Grünen Damen sind im Klinikum Bad Bramstedt in den fünf Jahren ihres Bestehens zur festen Einrichtung in der Patientenbetreuung geworden. Wofür das Pflegepersonal keine Zeit hat, erledigen die 22 ehrenamtlichen Damen und Herren in Grün. Ihr Lohn: Ein Lächeln der Patienten.

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Hildegard Meyer (99) freut sich über jeden Besuch der Grünen Dame Brigitte Schulz, die auch mal Zeit für einen Plausch hat.

Quelle: Jann Roolfs

Bad Bramstedt. Bruno Loleit aus Blunk sitzt in seinem Rollstuhl im Flur der Geriatrie-Station des Bad Bramstedter Klinikums. Als Antje Dethlefsen vorbei kommt und bei ihm stehen bleibt, strahlt der Rollstuhlfahrer. „Schnacken, spazieren gehen“, solche Aktivitäten unternimmt er gern mit Antje Dethlefsen und ihren Kolleginnen: „Das ist immer nett“.

Antje Dethlefsen ist eine von insgesamt 22 „Grünen Damen und Herren“ im Klinikum Bad Bramstedt. Das sind Ehrenamtler, die sich bei den Patienten um das kümmern, wofür die Pfleger keine Zeit haben: Klönen, Zuhören, Vorlesen, Spazierengehen, Wäsche waschen, Zahnpasta oder Shampoo besorgen, sonntags zum Gottesdienst begleiten. „Unsere Aufgabe ist es, ein Lächeln ins Gesicht des Patienten zu zaubern“, fasst Antje Dethlefsen ihre Arbeit zusammen. 18 Frauen, die meisten von ihnen ab 60, und 4 Männer engagieren sich in diesem Dienst.

„Ohne ehrenamtliche Mitarbeiter kann der Service am Patienten nicht funktionieren“, findet Torsten Donisch. Er ist Betriebsratsvorsitzender bei der Servicegesellschaft des Klinikums – die kümmert sich um Küche und Reinigung – und hat die Grünen Damen und Herren 2012 in Bad Bramstedt etabliert. Damit sind die Bramstedter recht spät gestartet; ein früherer Anlauf war gescheitert. Als das Krankenhaus in Kaltenkirchen schloss, warb Donisch ein paar der dortigen Ehrenamtler ab und startete den „grünen“ Service in Bad Bramstedt neu.

Freies Parken, Frühstück und Mittag sowie einen Pausenraum bekommen die Helfer als Anerkennung für ihren Dienst. Der dauert in der Regel morgens von 9 bis 12 Uhr, Standard ist ein Einsatz pro Woche; wer mag, kommt häufiger. Als Belohnung gibt es das gute Gefühl zu helfen „Diese Dankbarkeit“ beeindruckt Antje Dethlefsen immer wieder bei ihren Einsätzen: „Man merkt da erst, wie gut es einem geht“.

„Es werden alle Wünsche erfüllt“, lautet Donischs Vorgabe. Innerhalb gewisser Grenzen allerdings: Die Grünen Damen und Herren dürfen keine pflegerischen Aufgaben übernehmen. Helfen beim Anziehen der Socken oder das Brot auf dem Teller klein schneiden: ja; aber Haare waschen oder füttern nicht. Außerdem machen sie keine größeren Einkäufe etwa im Supermarkt. Auf dem Heimweg die kaputte Brille zum Optiker bringen, das geht.

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