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Grünen wollen Radreform

Kreis Segeberg Grünen wollen Radreform

„Grottenschlecht“ sind die meisten Radwege, die Verkehrsplanung „völlig überholt“, die Radfahrer höchstens das fünfte Rad am Wagen: Arne Hansen zieht so richtig vom Leder, wenn er auf die Verkehrspolitik und speziell den Radverkehr zu sprechen kommt.

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Im Segeberger Kreishaus in Bad Segeberg muss ein Fahrradbeauftragter eingestellt werden, fordert Grünen-Fraktionschef Arne Hansen, selbst überzeugter Radfahrer.

Quelle: Petra Stöver

Kreis Segeberg. Der Radverkehr müsse im Kreis Segeberg endlich verbessert werden. Um zu Ergebnissen zu kommen, fordert die Grüne-Kreistagsfraktion einen Beauftragten für den Radverkehr. Ihr Fraktionschef Hansen ist in dieser Sache Experte.

 Der Kreis hat sich selbst das Ziel gesteckt, ein fahrradfreundlicher Kreis zu werden. Und die Bundesregierung möchte den Anteil der Radler am Gesamtverkehr auf 15 Prozent steigern. Von beiden Plänen sei man hier meilenweit entfernt, meint Hansen (54). Der Klein Gladebrügger radelt täglich zur Arbeit in der Bad Segeberg. „Mindestens 500 Kilometer“ im Monat, „minimum 6000 Kilometer im Jahr“ kommen zusammen. Für ihn ist das Fahrrad ein Verkehrsmittel und kein Freizeit-Sportgerät.

 Damit auch andere immer öfter aufs Auto verzichten, müssen Alltagswege fahrradtauglich hergerichtet werden. „Schnell, sicher, bequem und günstig“ müsse ein Ziel in einem Zehn-Kilometer-Radius zu erreichen sein. Ausgeschlossen beispielsweise bei Fahrradwegen wie in der Kurhausstraße oder An der Trave in Bad Segeberg. Unübersichtlich, katastrophal und potentiell gefährlich findet Hansen sie und viele anderen Zweiradrouten.

 Das schlechte Radnetz sei mit ein Grund, dass im Kreis Segeberg der Radleranteil unter zehn Prozent liege. Dabei liege das Potenzial bei über 20 Prozent, denn rein topographisch gebe es beste Voraussetzungen. Gute Strecken für Freizeitradler seien die Fernrouten, der Mönchsweg und der Ochsenweg sowie die alten Bahndämme zwischen Bad Segeberg und Blunk oder zwischen Henstedt-Ulzburg und Bad Oldesloe. Demgegenüber sei es für Pendler „eine Zumutung“, entlang der B 432 und anderen Verkehrsadern zu radeln. Gute Ansätze sieht Hansen nur in Norderstedt.

 „Weder die Klimaschutzziele noch die Energiewende sind ohne die Verkehrswende, deren wichtigster Punkt die Neuorganisation einer postfossilen Mobilität ist – zu der auch der Radverkehr gehört –, zu erreichen“, formuliert Hansen. Um die vorhandenen Strukturen aufzubrechen, wünscht er sich einen kompetenten Überzeugungstäter. „Wo ein Profi am Werk ist, informiert und überzeugt, werden viele Spaß am Radfahren haben“, meint Hansen.

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