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Nein zum LeBe-Namen

Grundschule Marschweg Nein zum LeBe-Namen

Die Grundschule Marschweg wird zum neuen Schuljahr in das Gebäude der Gemeinschaftsschule Erich Kästner an der Hamburger Straße in Kaltenkirchen umziehen. Aus diesem Anlass wollte sie sich in LeBe-Schule umbenennen, der zuständige Ausschuss der Stadtvertretung lehnte das aber ab.

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Der Jugend-, Sport- und Bildungsausschuss folgte dem Wunsch der Schulkonferenz nicht, die Grundschule Marschweg in LeBe-Schule umzubenennen.

Quelle: Klaus-Ulrich Tödter

Kaltenkirchen. Die Schulkonferenz der Grundschule will deren Umzug zum Anlass nehmen, den Namen zu ändern, und stellte im Jugend-, Sport- und Bildungsausschuss einen entsprechenden Antrag, der aber knapp abgelehnt wurde. Die Mitglieder konnten sich nicht mit einer „LeBe-Schule“ anfreunden. Der Name sollte als Abkürzung für das Leitbild der Lehranstalt stehen: Lesen und Bewegung.

 Nun steht die Namensänderung auf der Tagesordnung der nächsten Stadtvertretersitzung am Dienstag, 26. April (ab 19 Uhr im Ratssaal). Doch es scheint unwahrscheinlich, dass sich die Vertretung mit dem Thema beschäftigt. „Ich werde den Antrag stellen, diesen Punkt nicht zu behandeln“, erklärte Bürgervorsteher Rüdiger Gohde (CDU). Die Tagesordnung für die Stadtvertretung sei vor der Sitzung des Ausschusses erfolgt. Und da sei das Ergebnis, die Ablehnung, noch nicht bekannt gewesen. Und es mache jetzt keinen Sinn, das Thema in der Vertretung erneut zu diskutieren. Gohde selbst hält den Namensvorschlag auch für wenig gelungen.

 Mit dieser Auffassung befindet er sich in guter Gesellschaft. FDP-Fraktionschef Eberhard Bohn hat eigentlich den Grundsatz, dass der Schule der Vorrang bei einer Namensgebung einzuräumen sei. Das sei in diesem Fall leider nicht möglich gewesen. Der Grund: „LeBe müsste für Außenstehende ständig erklärt werden.“

 Auch für Pro-Kaki-Fraktionschef Reinhard Bundschuh geht der gewünschte Name gar nicht. Sogar die Schulkonferenz habe nicht einheitlich dahinter gestanden. „Ein Leitbild kann sich im Laufe der Jahre auch ändern. „Und was dann?“, fragt der Pro-Kaki-Politiker.

 Die CDU hat sich auf ihrer jüngsten Fraktionssitzung noch einmal mit dem Thema befasst und beschlossen, den LeBe-Namenswunsch nicht zu unterstützen. Auch sollte darüber nicht mehr in der Stadtvertretung diskutiert werden. Doch SPD-Fraktionschef Bernd Schädler möchte das Thema dort noch mal erörtern. Seine Partei findet LeBe zwar auch recht ungewöhnlich, möchte aber im Ergebnis dem Schulwunsch folgen.

 „Ich hätte mit dem Namen auch kein Problem und daran nichts zu kritisieren“, sagte Bürgermeister Hanno Krause (CDU).

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Ein Artikel von
Klaus-Ulrich Tödter

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