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Viel Hilfe nach dem Brand

Rohlstorf-Warder Viel Hilfe nach dem Brand

Der durch einen defekten Kamin ausgelöste Brand in ihrem Haus war ein „Riesenschock“ für Elke Junge und Jörg Scharlipp. Fünf Tage wohnten sie erst in ihrem neuen Haus, nun sitzen sie vor einem Schaden in Höhe von 100000 Euro. Doch die Hilfbereitschaft im Dorf ist groß.

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Das defekte Dach des Bungalows am Seesteig in Warder wurde am Sonntag bereits von Planen geschützt. Schaden in Höhe von 100000 Euro war entstanden.

Quelle: Dierk E. Seeburg

Rohlstorf-Warder. Der Brand in dem Bungalow am Seeufer in Warder wurde nach Einschätzung der Polizei mutmaßlich durch einen technischen Defekt des rückwärtigen Außenkamins ausgelöst. Ersten Schätzungen zufolge entstand dabei am Freitag ein Sachschaden von rund 100000 Euro, da der Dachstuhl komplett erneuert werden muss (wir berichteten).

 Auch gestern noch sichtlich mitgenommen, schilderte Elke Junge den Hergang des Unglücks, bei dem glücklicherweise niemand verletzt wurde. Das Paar hatte einen Freund, der mit weiteren Bekannten beim Einzug geholfen hatte, zum Grillabend auf die Terrasse eingeladen. Nachdem die neuen Hauseigner zuvor schon die beiden anderen Kamine im Wohnzimmer und im Keller des Hauses ohne problemlos zur Probe angeheizt hatten, wollten sie auch den Außenkamin bei der Gelegenheit ausprobieren. Dann bemerkten sie gegen 22.30 Uhr auf einmal merkwürdige Knack-Geräusche und mussten feststellen, dass der Dachüberstand über der Terrasse Feuer gefangen hatte. Dicke Rauchschwaden quollen aus der Verblendung.

 Elke Junge rief sofort per Telefon die Feuerwehr zu Hilfe, während Nachbarn schon mit Feuerlöschern ankamen und ein Gartenschlauch angeschlossen wurde. Voller Dankbarkeit berichtet sie über das schnelle, erfolgreiche Eingreifen der Feuerwehren und der spontanen Nachbarschaftshilfe noch am späten Abend.

 Hannelore Menck und Gerd Spelling sowie Maren Kaiser waren sofort zur Stelle, um nach Kräften zu helfen und später auch beim Aufräumen tatkräftig mit anzupacken. Noch am Abend des Unglücks bot Hannelore Menck dem Paar an, im Gästezimmer ihrer Eigentumswohnung zu übernachten. Vorübergehend brachte sie auch noch zwei Hunde unter. Elke Junge nahm das Angebot dankbar an, während ihr Partner es vorzog, im eigenen Haus zu bleiben und Wache zu halten, weil er ohnehin nicht schlafen konnte. Auch für etliche Feuerwehrleute wurde es eine lange Nacht, denn bis gegen drei Uhr früh wurde sicherheitshalber eine Brandwache gestellt. Kripo, Schornsteinfeger und Elektriker waren vor Ort.

 Am nächsten Morgen machte Hannelore Menck den unglücklichen Nachbarn Frühstück und lud sie auch gleich zum Mittagessen ein. „In so einer Notlage den Leuten zur Seite zu stehen, ist doch eine Selbstverständlichkeit“, erklärte sie ganz bescheiden ihre Hilfsangebote.

 Noch mit der Fassung über das Geschehen ringend, machten sich die betroffenen Hauseigner, die vor ihrem Umzug nach Warder ein Seegrundstück am Ratzeburger See besessen hatten, nach Freigabe der Brandstelle durch die Kriminalpolizei mit Hilfe von Freunden und Nachbarn von gegenüber ans Aufräumen. Eigentlich sollte die Wohnung weiter eingerichtet werden. Das musste das Paar erst einmal aufgeben. Ursprünglich hatte eine Fachfirma vorgestern mit der Verlegung des Teppichbodens im Haus beginnen sollen, erzählte Elke Junge. „Das mussten wir absagen.“ Auch die Einrichtung ihres Büros im Haus musste sie erst einmal aufschieben. Immerhin ist der Hundekorb inzwischen wieder sauber und nutzbar.

 So traurig das Paar über das Unglück ist, so gefasst gehen die beiden die Brandfolgen an. „Da müssen wir jetzt durch“, sagte Elke Junge. Ironie des Schicksals: Am Sonntag wurde das lange vorbestellte Kaminholz termingerecht geliefert.

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