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Das doppelte Abi

Gymnasien in Bad Segeberg Das doppelte Abi

Doppelt so viele Abiturienten, doppelt so viele Prüfungen und doppelt so viel Platzbedarf bei Entlassung und Abi-Ball – auf die Dahlmannschule und das Städtische Gymnasium rollen mit dem Abschluss des Doppel-Jahrgangs (G8- und G9-Schüler) im Frühjahr große Herausforderungen zu.

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Die Direktoren Frank Ulrich Bähr und Nele Degenhardt haben gemeinsam mit ihren Lehrerkollegen durch den doppelten Abiturjahrgang an Dahlmannschule und Städtischem Gymnasium in Bad Segeberg sehr viel zu tun.

Quelle: Michael Stamp

Bad Segeberg. Zu dem Prüfungs-Doppelschlag kommt es durch die Einführung des G8-Konzeptes, also das Erreichen des Abiturs innerhalb von acht Jahren am Gymnasium. Vorher waren es neun. Im Sommer 2008 startete in Bad Segeberg der letzte G9-Jahrgang, Mitte 2009 waren dann die ersten G8-Schüler da. Sie alle sind nun zeitgleich fertig mit der Schule.

 Direktorin Nele Degenhardt (Dahlmannschule) und ihr Kollege Frank Ulrich Bähr (Städtisches Gymnasium) betrachten die personelle Situation als das schwierigste Problem. „Es ist ein hoher logistischer Aufwand“, sagt Nele Degenhardt. So werden für jede einzelne mündliche Abi-Prüfung neben dem Fachlehrer als Prüfer auch ein Vorsitzender der Kommission und ein Protokollant gebraucht. Außerdem müssen die Lehrkräfte aufpassen, dass sich die bereits geprüften Schüler und die noch nicht geprüften nicht begegnen. „So viele verschiedene Aufgaben kann man ja gar nicht stellen.“

 Dadurch, dass sehr viele Lehrer in die Prüfungen eingebunden sind, fällt nun für die Schüler in den anderen Jahrgängen überproportional viel Unterricht aus. Denn weil die Pädagogen ohnehin ungewöhnlich stark belastet sind, werden sie derzeit auch nicht für Vertretungsunterricht eingeteilt. Ist ein Kollege krank oder anderweitig verhindert, fällt dessen Stunde daher meist aus.

 An der Dahlmannschule steuern 198 Jugendliche auf das Abitur zu, am Städtischen Gymnasium sind es 194. „Bei uns werden allein 80 Schüler mündlich in Biologie geprüft“, schildert Bähr. Die Naturwissenschaft sei hierfür ein sehr beliebtes Fach – mit der Folge, dass die wenigen Bio-Lehrer jede Menge zu tun haben.

 Die nächste Herausforderung an der Dahlmannschule ist die Abi-Entlassung. Die Aula ist für derlei Veranstaltungen seit Jahren zu klein, doch auch die Sporthalle stößt bei rund tausend erwarteten Schülern, Lehrern und Gästen an ihre Kapazitätsgrenzen. Nele Degenhardt hofft, hier mit der Stadt noch eine Genehmigung aushandeln zu können, da bei der Jahresabschlussfeier auch alle 940 Schüler plus Lehrkräfte in dem Raum sind. Als Ausweichmöglichkeit ist die etwas größere Mehrzweckhalle des Städtischen Gymnasiums vorgesehen, aber das wäre so, als müsste Borussia Dortmund die eigene Meisterfeier in der Arena auf Schalke abhalten.

 Die Abi-Bälle müssen diesmal sogar aus dem Kreis Segeberg heraus verlegt werden, da hier keine Lokal groß genug für die Menschenmassen ist. Beide Gymnasien feiern in den Neumünsteraner Holstenhallen.

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