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Rewe-Ansiedlung hat viele Fürsprecher

Henstedt-Ulzburg Rewe-Ansiedlung hat viele Fürsprecher

Die Interessengemeinschaft Handel, Handwerk und Gewerbe (HHG) in Henstedt-Ulzburg ist eine vehemente Befürworterin für die Ansiedlung von Rewe in der Großgemeinde. Die Position der HHG machte deren Chef Ulf Pielke am Mittwochabend erneut deutlich. Nur gut 60 Besucher fanden sich im Bürgerhaus ein.

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Landtagsabgeordneter Ole-Christopher Plambeck, Ulf Pielke (HHG), Minister Dr. Bernd Buchholz und Andreas Persigehl (Rewe) machten ihre Positionen zur Rewe-Ansiedlung deutlich.

Quelle: Heike Benkmann

Henstedt-Ulzburg. Deutliche Worte fand Schleswig–Holsteins Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz (FDP) zur geplanten Ansiedlung des Konzerns Rewe in der Großgemeinde: „Ich glaube die besseren Argumente sind auf der Seite derjenigen, die Rewe in Henstedt–Ulzburg haben wollen. Also haben Sie keine Angst vor einem Bürgerentscheid!“, sagte der Landespolitiker.

Stellung nahmen Pielke und Minister Buchholz, der CDU–Landtagsabgeordnete Ole–Christopher Plambeck und Andreas Persigehl, Geschäftsleiter Vertrieb von Rewe Nord. Pielke wies erneut auf die fast 1000 Arbeitsplätze und die 30 Ausbildungsplätze pro Jahr hin, die Rewe am neuen Zentralstandort in Aussicht stellt. „Wir haben mit dem Alstergymnasium eine Talentschmiede und können den Abiturienten nichts bieten“, sagte er. Rewe hat angekündigt, jungen Menschen im dualen System mit Studium und Praxis eine Ausbildung zu bieten. Zudem wird Rewe nach Aussagen von Persigehl über 33 Millionen Euro pro Jahr in die Region stecken, sei es durch Aufträge an örtliche Handwerker oder den Einkauf von Büromaterial.

Minister Buchholz fragte in die Runde, wo denn in Schleswig–Holstein ein geeigneterer Standort zu Verfügung stehe. „Wir müssen uns irgendwann fragen: Was ist vernünftig?“, sagte er. Er stellte eine Entschärfung der Verkehrsbelastung in Aussicht, wenn die Autobahnen 7 ausgebaut und 20 gebaut sind. Die Zusagen von Rewe, die Lkw–Verkehre nicht durch Henstedt–Ulzburg fahren zu lassen und GPS–Daten zur Überprüfung zur Verfügung zu stellen, kommentierte er kurz und bündig: „Wow! Bingo!“.

Am kommenden Donnerstag, 12. Oktober, werden die Gemeindevertreter ab 19.30 Uhr im Ratssaal über das weitere Verfahren zum Bürgerentscheid über die Rewe–Ansiedlung diskutieren. Die Fraktionen möchten von der Verwaltung in Person von Bürgermeister Stefan Bauer eine Stellungnahme zum Bürgerentscheid haben. Die von der Bürgerinitiative eingereichten 2067 Unterschriften sollen bis dahin auf ihre Gültigkeit überprüft worden sein. Nötig für einen Entscheid sind 1803 Unterschriften.

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