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HVV dreht an der Preisschraube

Kreis Segeberg HVV dreht an der Preisschraube

Bus- und Bahnfahren im Kreis Segeberg wird ab Freitag, 1. Januar, im Durchschnitt um 1,9 Prozent teurer. Dieser Sprung liegt wie in den vergangenen zehn Jahren deutlich über dem Anstieg der allgemeinen Lebenshaltungskosten (siehe Grafik). Und der Kreis Segeberg möchte gerne noch stärker an der Preisschraube drehen.

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Fahrgäste müssen künftig mehr Geld beim Einsteigen bereit halten. Der Hamburger Verkehrsverbund (HVV) hebt seine Preise um 1,9 Prozent an.

Kreis Segeberg. Kreis Segeberg. Bus- und Bahnfahren im Kreis Segeberg wird ab Freitag, 1. Januar, im Durchschnitt um 1,9 Prozent teurer. Dieser Sprung liegt wie in den vergangenen zehn Jahren deutlich über dem Anstieg der allgemeinen Lebenshaltungskosten (siehe Grafik). Und der Kreis Segeberg möchte gerne noch stärker an der Preisschraube drehen.

 Die Ticketeinnahmen im Tarifgebiet des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV) mit Hamburg und seinen Umlandkreisen wie Segeberg deckten 2007 noch 65 Prozent der Gesamtkosten. Mittlerweile bringen die Kunden über ihre Tickets 72 Prozent auf.

 Relativ gesehen müssen sie also immer mehr der Kosten übernehmen. Entlastet werden die steuerfinanzierten Kommunen, die ihre Zuschüsse anteilsmäßig stetig immer weiter zurückschraubten.

 Ziel des Kreises Segeberg ist es sogar, den Kundenanteil auf 75 Prozent zu erhöhen, sagt Claudius Mozer von der Südwestholstein ÖPNV-Verwaltungsgemeinschaft mit Sitz in Norderstedt. Sie organisiert für die Kreise Segeberg, Pinneberg und Steinburg den öffentlichen Nahverkehr. „Der Kreis Segeberg möchte den Eigenanteil bei 25 Prozent halten.“

 2016 wird der Kreis Segeberg in Bus- und Bahnverkehr 13,4 Millionen Euro stecken.

 Verbesserungen im Fahrangebot gibt es 2016 nur wenige. Auf der Bahnlinie A1 werden neue, komfortablere und größere Fahrzeuge eingesetzt, teilte Mozer mit. Außerdem gibt es eine weitere Fahrt in der späten Nachmittagszeit. Verstärkt gefahren wird auch auf den Linien A2 und A3.

 Mozer sieht Potenzial für weitere Verbesserungen. Bis 2019 solle die S21 von Hamburg-Eidelstedt bis nach Kaltenkirchen verlängert werden. „Die Planung läuft.“ Ferner könnte die Buslinie Bad Segeberg-Bornhöved zur „attraktiven Grundnetzlinie ausgebaut werden mit durchgehendem 60-Minuten-Takt.“ Denkbar wären auch weitere Busfahrten auf den Linien von Bad Segeberg nach Norderstedt, Lübeck und Wahlstedt.

 Der HVV verteidigt seine jüngste Preiserhöhung. Die Tarifanhebung sei „sehr moderat“, meint Geschäftsführer Lutz Aigner. Grundlage für die Anhebung sei eine Berechnung nach dem eigenen HVV-Tarifindex.

 In diesen Index fließen vier Preistrends aus den Jahren 2013 bis 2015 ein: Allgemeine Verbraucherpreise (57,8 Prozent Berechnungsanteil), Lohn für Personal (33,9 Prozent), Diesel (4,3 Prozent) und Strom (4 Prozent). Vor allem gestiegene Löhne und Stromkosten schlagen zu Buche, während Diesel billiger wurde. Nach dieser Formel müssten die Tickets ab 2016 um 1,4 Prozent teurer werden. Hinzu rechnet der HVV aber noch einen „Strukturfaktor“. Damit soll der Zuschussbedarf für die Kommunen begrenzt werden. Macht also: Plus 1,9 Prozent.

 Der HVV achtete bei der Erhöhung darauf, Beträge auf 10-Cent-Schritte zu runden. Busfahrer und Kunden sollen beim Bezahlen nicht mit Cent-Münzen hantieren müssen.

 Der HVV hofft, mit den gestiegenen Preisen einen Mehrerlös von 13,8 Millionen Euro im Jahr zu erwirtschaften.

 2015 waren 746 Kundenfahrten gezählt worden. Sie spülten 781 Millionen Euro in die HVV-Kasse. 2011 zahlten die damals 697 Millionen Kunden 652 Millionen Euro über die Tickets.

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Ein Artikel von
Gerrit Sponholz
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