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Mit Hunden den Tätern auf der Spur

Hakenkreuz-Einbruch Mit Hunden den Tätern auf der Spur

Die Wohnung eines Syrers in Bad Segeberg wurde bei einem Einbruch am Wochenende mit Hakenkreuzen und anderen Schmierereien verunstaltet. Außerdem stahlen die Unbekannten Bargeld und Wertsachen. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen. Mit Hunden wurde nach den Tätern gesucht.

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Mit Spürhunden zogen die Polizisten am Montag durch Bad Segeberg.

Quelle: Gunnar Müller

Bad Segeberg. Die Polizeigruppen, die am Montag mit Diensthunden durch die Innenstadt zogen, sorgten für große Aufmerksamkeit. Eine Stunde lang schnüffelte Spürhund Ivan bereits im Stadtgebiet: vom ZOB zur B206, über die Fußgängerbrücke und dann die Hamburger Straße entlang. Doch seine Schlappohren senkten sich immer mehr. So wurde Ivan gegen durch den noch ausgeschlafenen Bloodhound Luis ausgetauscht.

Der Einbruch ereignete sich nach Auskunft der Bezirkskriminalinspektion Kiel zwischen 18 Uhr am Freitag und 16 Uhr am Sonntag. In dieser Zeit war der Wohnungsinhaber in Kiel, um Freunde zu besuchen. Seit vier Jahren wohnt der syrische Asylbewerber in Bad Segeberg in der Hamburger Straße. Als er wiederkam, fand er im kleinen Hof hinter dem Haus gestapelte Alkoholflaschen. Es stank nach Urin. An der Hauswand habe der Schriftzug „AfD“ gestanden, schildert der Mittdreißiger. Die Fensterscheibe der Eingangstür war zerstoßen, die Tür selbst ausgehebelt.

Deutschlandfahne und Hakenkreuz auf der Wand

Im Vorraum der Wohnung, in der der Mann mit seiner Verlobten wohnt, prangte mitten auf der Nadelholztäfelung eine Deutschlandfahne, darunter ein etwa 60 Zentimeter großes Hakenkreuz und daneben ein weiterer „AfD“-Schriftzug. Neben einem kleineren Bargeldbetrag ließen die Täter auch einen Wertgegenstand mitgehen. Worum es sich genau handelt, verraten die Beamten aus ermittlungstaktischen Gründen allerdings nicht.

Nach Einschätzung der Kieler Ermittler ist die Beute eher das kleinere Problem bei diesem Einbruch. „Das meiste ist der Sachschaden“, sagte der Polizeisprecher. Das Kommissariat 5 der Bezirkskriminalinspektion, zuständig für den Staatsschutz, sei in dieser Angelegenheit federführend. Bei derartigen Straftaten ist aber immer fraglich, ob es sich um wirklich rechtsradikale Täter handelt oder um Einbrecher, die auf diese Weise eine falsche Spur legen wollen.

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Gunnar Müller
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