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HSM-9000 schält und schält

Hasenmoor HSM-9000 schält und schält

Spargel hat gerade Konjunktur. Das Schälen ist allerdings lästig. Auf dem Hof von Timm Schümann übernimmt das seit Beginn der Saison eine Maschine, nach Angaben des Herstellers die schnellste ihrer Art der Welt. „Ich bin mit der Maschine total zufrieden“, stellt der Chef fest.

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Bis 600 Kilo Spargel kann die Maschine in einer Stunde schälen. Zwei Frauen legen die Stangen vorher auf ein Laufband. Der Chef freut sich, dass alles reibungslos klappt.

Quelle: Heinrich Pantel

Hasenmoor. „Wir erfüllen damit alle Hygienestandards, die es gibt“, erläutert Timm Schümann. Vollautomatisch werden vom begehrten Gemüse zwischen 500 und 600 Kilo pro Stunde geschält. Das entspricht etwa 10000 Stangen. Weil es immer schwerer geworden war, für diese Arbeit genug Personal zu finden, sagte sich der Landwirt: „Da muss was richtig Professionelles her.“ Das ist die Hepro HSM-9000, eine in Deutschland – in Rheda-Wiedenbrück – gebaute Anlage. Sie sorgt neben dem Zeitgewinn für einen weiteren Vorteil: Der Schälverlust ist mit 23 Prozent deutlich geringer als bei der Handarbeit. Ganz ohne menschliche Hilfe geht es aber auch beim hochmodernen Schälen nicht. Zwei Personen legen die Stangen auf, zwei nehmen sie ab, eine weitere kümmert sich um An- und Abtransport.

 Rund 40 Beschäftigte haben derzeit auf dem Schümann-Hof mit dem Spargel zu tun. Sie ernten auf den Feldern, bringen das Gemüse zum Waschen und Kühlen, lassen es noch einmal waschen, bis es computergesteuert sortiert wird. Dabei macht eine Kamera von jeder Stange mehrere Bilder. Ein Programm prüft anschließend Länge, Durchmesser, Krümmung und Farbe jedes Exemplars, ehe die Spargelstangen nach vorgegebenen Kategorien geordnet werden. Ausgeliefert wird das Gemüse an Gaststätten sowie an den Einzel- und Großhandel. Wer es direkt vom Erzeuger erwerben möchte, kann im Hofladen einkaufen.

 Neu im Laden sind Portionsschalen 500 oder 700 Gramm. „Bestens haltbar im Kühlschrank und sogar einfrierbar“, versichert Timm Schümann. Fertig für die Mikrowelle. „Das funktioniert sensationell gut.“

 Geöffnet ist der Hofladen in der bis zum 24. Juni laufenden Spargel-Saison täglich von 7.30 bis 19 Uhr.

 Unterstützt wird der Familienbetrieb seit Jahren von polnischen Arbeitskräften. Sie werben regelmäßig im Verwandten- und Bekanntenkreis für Nachschub, wenn jemand von ihnen für den Ernteeinsatz in Hasenmoor ausfällt. Die Tradition des Schümann-Hofes reicht bis in das Jahr 1860 zurück. Milchwirtschaft und Ackerbau bildeten über Jahrzehnte das Fundament des Betriebes. Inzwischen sind die wirtschaftlichen Standbeine neben dem Anbau von Spargel und Kürbissen die Aufzucht deutscher Flugenten und Gänse in Freilandhaltung.

 Seit Kurzem gibt es auf dem Hof ein eigenes Schlachthaus. Das Online-Bestellsystem für das Geflügel werde „unheimlich gut angenommen“, erklärt Timm Schümann. Über Generationen wurde der Betrieb vom Vater an den Sohn vererbt. Der Jüngste, der 12-jährige Piet Schümann, ist schon jetzt mit großer Begeisterung dabei. Für den Petersilienanbau im Garten direkt neben dem Haus hat er bereits die Verantwortung übernommen.

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