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„Haus der Sozialen Beratung“ eröffnet

Henstedt-Ulzburg „Haus der Sozialen Beratung“ eröffnet

Schulden, Erziehungsprobleme, Drogenabhängigkeit oder ein anderes persönliches Problem? Dann könnte ein Lösungsansatz zwischen Rathaus und Einkaufszentrum CCU zu finden sein. Denn in dem neuen Verbindungsbau hat das „Haus der Sozialen Beratung“ eröffnet.

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Das Haus der Sozialen Beratung am Rathausplatz in Henstedt-Ulzburg.

Henstedt-Ulzburg. Zehn verschiedene Anbieter kostenloser Hilfen sind dort schon zu finden. „Das Beratungszentrum bündelt unter einem Dach die Kompetenzen verschiedener Träger. Die Mitarbeiter werden sich um die Anliegen von Ratsuchenden professionell und unbürokratisch kümmern“, erklärte Marius Neuhaus vom Verein Therapiehilfe, zusammen mit dem Rauhen Haus, der ambulanten und teilstationären Suchthilfe (ATS) des Landesvereins für Innere Mission, dem SOS-Kinderdorf Harksheide, der Diakonie Altholstein und dem Kreisjugendamt für das Beratungszentrum verantwortlich.

 Mit dieser Einrichtung soll die frühere Zentralisierung von Jugendhilfe und Beratungsdiensten im Kreis Segeberg weiter aufgelöst und durch eine Regionalisierung ersetzt werden. Ziel ist es, die Wege zu diversen sozialen Dienstleistungen zu verkürzen und damit zu erleichtern. Vorbild für das neue Henstedt-Ulzburger Beratungszentrum ist das im Sommer 2012 eröffnete Haus der Beratung am Flottkamp in Kaltenkirchen.

 Einige der Angebote in der neuen Henstedt-Ulzburger Anlaufstelle für Ratsuchende hatte es zuvor schon in der Gemeinde gegeben, allerdings verstreut im Ort. Andere Ratgeber wie das Jugendamt und das SOS-Kinderdorf sowie die Verbraucherzentrale mit einer Schuldnerberatung sind neu in Henstedt-Ulzburg. Personell am stärksten ist das Kreisjugendamt vertreten: Zehn Fachleute sind unter anderem für sozialpädagogische Hilfen zur Erziehung zuständig.

 Zu den Neulingen im Ort gehört auch die Suchthilfe des Landesvereins. Allein im Jahr 2014 hatten 126 Hilfesuchende (97 Betroffene und 29 Angehörige) aus Henstedt-Ulzburg die Beratung der ATS, die bislang nur am Standort Kaltenkirchen möglich war, genutzt. „Mit Eröffnung des Hauses der Sozialen Beratung gibt es nun die Möglichkeit, auch direkt vor Ort Beratung in Anspruch zu nehmen“, erklärte Diplom- Sozialarbeiterin Judith Maiwald von der Suchtberatungsstelle, die montags von 14 bis 16 Uhr Sprechstunden in dem Neubau anbietet.

 Nicht alle Beratungsstellen haben eigene Büros. Einige Institutionen nutzen abwechselnd einen Gemeinschaftsraum: Unter anderem der Frauentreffpunkt, die Beratungsstelle Frau & Beruf der Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft des Kreises Segeberg sowie die Segeberger Wohn- und Werkstätten für Menschen mit Behinderungen bieten dort Sprechstunden an.

 Geplant ist eine weitere Vernetzung mit anderen Trägern sozialer Beratung. So könnten am Rathausplatz 3 auch eine Anlaufstelle für psychisch Kranke, eine Rentenberatung und eine Rechtsberatung einziehen. „Wir haben auch ausreichend Platz für Selbsthilfegruppen, die einen Treffpunkt suchen", sagt Marius Neuhaus.

 Nicht unter dem gleichen Dach sind die Beratungsangebote, die es schon lange einige Schritte weiter an der Hamburger Straße 20 gibt. Dort sind nach wie vor der Kinderschutzbund sowie die Diakonie Altholstein mit der Sozial- und Migrationsberatung.

 Um einen Überblick über die gebündelten Angebote zu ermöglichen, wird gerade eine Homepage erstellt. Direkt im Beratungszentrum ist Maik Behrens vom Trägerverein Therapiehilfe die erste Ansprechperson. Behrens vermittelt Ratsuchende an die zuständigen Experten im Haus oder gibt Hinweise, wo weitere Beratungsstellen zu finden sind. Das gesamte Angebot richtet sich nicht nur an Henstedt-Ulzburger, sondern auch an Auswärtige.

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Ein Artikel von
Michael Zwicker

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