15 ° / 1 ° wolkig

Navigation:
Empörung: Wieder 100 erlaubt

Heidmühlen Empörung: Wieder 100 erlaubt

Die Gemeindevertreter in Heidmühlen  sind entsetzt: Die Kreisverkehrsaufsicht hat die Tempo-70-Schilder auf der Wahlstedter Straße abmontieren lassen. Nun gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h. Auslöser war eine andere Segeberger Gemeinde gewesen.

Voriger Artikel
Neustart für Unternehmerverein
Nächster Artikel
Bürgermeister tritt aus CDU aus

Viele Jahre galt ein besonderes Tempolimit an der Wahlstedter Straße, an der ein Reitstall liegt.

Quelle: Erich Kröger

Heidmühlen. In der Kreisverwaltung hatte der Antrag vorgelegen, auf einer Straße bei Hüttblek die Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h auf 70 km/h zu senken, berichtet Michael Krüger, Leiter der Kreisverkehrsaufsicht. Das hatte die Behörde aber abgelehnt. Darauf habe die Gemeinde auf eine vergleichbare Strecke verwiesen, die Wahlstedter Straße bei Heidmühlen. Dort sei doch auch Tempo 70 eingerichtet.

 Das nahm die Kreisverkehrsaufsicht zum Anlass, sich die Wahlstedter Straße genauer anzusehen. „Die Polizei hat den Fall begutachtet, die Gemeinde Heidmühlen wurde angehört“, berichtet Krüger. Die Polizei habe gesagt, sie hätte keine Probleme damit, wieder Tempo 100 auf der gerade verlaufenden Strecke zu erlauben. Außerdem sei das Ortsschild von Heidmühlen für herannahende Autofahrer weithin sichtbar. Die Gemeinde wiederum hat laut Krüger darauf hingewiesen, dass ein Reitstall an der Straße liegt, dessen Auf- und Zufahrten geschützt werden müssten.

 Die Kreisverkehrsaufsicht entschied mit Datum vom 2. August, die Tempo-70-Schilder abzunehmen. Seit wann sie aufgestellt waren, geht aus den Akten nicht hervor, auch die damalige Begründung nicht. „Es ist schon ewige Zeiten her“, sagt Krüger. Er erklärt, dass generell eine Beschilderung nie für die Ewigkeit sei. Deshalb gebe es auch regelmäßig Verkehrsschauen, um die Lage vor Ort zu überprüfen. Auch Hinweisen von außen würde nachgegangen.

 Die Gemeindevertreter von Heidmühlen jedenfalls waren während ihrer jüngsten Sitzung aufgebracht. Ohne Angabe von Gründen seien die Schilder abmontiert worden, kritisierten sie. Die Tempobeschränkung sei vor vielen Jahren verhängt worden, um die Wildunfallgefahr zu senken und um die Geschwindigkeit der Fahrzeuge am Ortseingang zu drosseln. Beides habe über Jahre hinweg gute Erfolge gebracht.

 Kaum sei die Beschränkung aufgehoben, kämen die Autos mit überhöhter Geschwindigkeit ins Dorf und bremsten erst in Höhe des Laden ab, stellten die Dorfpolitiker fest. Das Auffahren auf die Straße werde für die Anwohner und Bauern zu einem Geduldspiel, von der Gefährdung für die Anwohner einmal ganz abgesehen. Die Gemeindevertreter forderten den Kreis auf, den alten Zustand mit Geschwindigkeitsbegrenzung auf 70 km/h wieder herzustellen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Aktuelle Nachrichten aus der Segeberger Zeitung
Events: Segeberg

Veranstaltungen in
Segeberg. Aktuelle
Termine, News, Infos

Sagen Sie es uns!

Vorschläge oder Kritik?
Schreiben Sie
der Redaktion!

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Segeberg 2/3