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Oldtimer der Feldarbeit

Heidmühlen Oldtimer der Feldarbeit

Für die Geschichte des Dreschens und die Landtechnik früherer Zeit interessieren sich Jung und Alt, aus Stadt und Land. Das zeigte wieder einmal das zweitägige Fest der Dreschgemeinschaft Heidmühlen.

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Das Dreschen mit der Hummel-Dreschmaschine stand im Mittelpunkt des zweitägigen Festes in Heidmühlen. Auf dem Strohwagen beförderte Dirk Hermann die Garben in die Maschine.

Quelle: Erich Kröger

Heidmühlen. Rund 3800 Besucher informierten sich auf der Festwiese an der Wahlstedter Straße. Nach fünf Jahren Pause hatten die Mitglieder eine sehenswerte Veranstaltung auf die Beine gestellt. Korn mähen und dreschen, Heu mähen und ernten, Kartoffeln sammeln, Busch hacken oder einfach nur schlemmen: Alles wurde geboten.

 Rund 150 historische Maschinen und Trecker, vom Verein liebevoll gepflegt oder von den auswärtigen Teilnehmern mitgebracht, konnten die Besucher bei der Arbeit bewundern. Die Oldtimer bewiesen, was in ihnen steckt, und erledigten die Arbeit tadellos. Im Mittelpunkt stand die große „Hummel“-Dreschmaschine des Vereins, die von einem Schlepper aus Argentinien angetrieben wurde. Ein leichtes Heulen zeigte: Das ist die optimale Geschwindigkeit für die Arbeit. Oben wurden die Garben in die Maschine gelegt, unten kam auf der einen Seite das Korn und auf der anderen Seite das Stroh in Klappen wieder heraus.

 

 Auch die traditionelle Heuernte wurde gezeigt. Das gemähte Gras wurde auf Reuter - so nennen sich dafür vorgesehene Holzgestelle - gepackt, um dort zu trocknen, bevor es später auf die Stallböden gebracht wurde. Mit einer Maschine führte Olaf Voß vor, wie aus Baumstämmen Holzschredder produziert wird. Im Einsatz war auch der alte Buschhacker, der Knickbusch zu Kleinholz verarbeitet. Es diente als Anmachholz in Öfen und Herd. Geheizt wurde früher auch mit selbst gestochenem Torf. Beim Torfstechen und -pressen konnten die Besucher zusehen.

 „Früher wurde mit dem Dreschflegel gearbeitet“, erklärte Organisationsleiter Jürgen Sohrt bei einer der vielen Vorführungen. „Dabei muss man schon den Takt halten, sonst schlägt man einander auf die Köpfe. Das war Fitness pur für die Landbevölkerung und gleichzeitig gut zum Aggressionsabbau.“

 Einen sehr seltenen Beruf übt Anton Schmiedeberg aus. Er ist gelernter Bürstenmacher und zeigte, wie per Hand Bürsten, Handfeger und Besen hergestellt wurden. „Die haben eine lange Haltbarkeit“, erzählte er. Leider sei es ein Problem, geeignete Hölzer zu bekommen. Sein Sortiment wurde er spielend los.

 Auf der Stoppelkoppel zeigte ein Pferdegespann, wie mühevoll in der Vergangenheit die Arbeit auf dem Feld war. Viel Spaß machte es den Familien, die gerodeten Kartoffeln selbst in einen vorher gekauften Beutel zu sammeln und mit nach Hause zu nehmen. „Die schmecken doppelt gut“, war sich ein Familienvater sicher.

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