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Trost für sterbende Menschen

Henstedt-Ulzburg Trost für sterbende Menschen

Sie begleiten die wohl schwierigste Phase des Daseins – die Zeit des Abschiednehmens vom Leben. Seit 15 Jahren betreuen die ehrenamtlich tätigen Mitglieder der Henstedt-Ulzburger Hospizgruppe Menschen, die sich innerlich auf den Tod vorbereiten, und deren trauernde Angehörige.

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Anngret Redecke (vorne), Koordinatorin der DRK-Hospizgruppe Henstedt-Ulzburg, und ihre Mitstreiterinnen begleiten Menschen in der schwierigen Phase des Abschiednehmens vom Leben.

Quelle: Alexander Christ

Henstedt-Ulzburg. . Ungezählte Besuche, tröstende Worte, menschlicher Beistand und auf Wunsch auch Geleit bis zum endgültigen Abschied gehören zur Tätigkeit der Sterbebegleiter. „Etwa 20 Betroffene und Angehörige nehmen unsere kostenfreien Angebote durchschnittlich pro Jahr in Anspruch“, sagte Anngret Redecke, Koordinatorin der Helferinitiative unter dem Dach des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), bei einem kleinen Fest anlässlich des 15-jährigen Bestehens der Gruppe. Zufrieden mit ihrer freiwilligen Tätigkeit sind Anngret Redecke und ihre Sterbebegleiter-Kolleginnen, wenn sterbende Menschen und deren Familienmitglieder den letzten Weg in Ruhe, Würde und mit innerem Frieden beschreiten können. Die Begegnungsstätte auf dem Kirchengelände in Kisdorf, wohin die DRK-Hospizgruppe 2013 aus Henstedt-Ulzburg umgezogen war, dient nicht nur als Treffpunkt für trauernde Angehörige, sondern auch als Versammlungsstätte der 14 Sterbebegleiterinnen, in denen sie Erfahrungen austauschen und neue Ziele festlegen.

 Rund 50 Gäste waren in der Begegnungsstätte dabei, als Anngret Redecke an die Geschichte der Henstedt-Ulzburger Hospizgruppe erinnerte. Die Idee, Menschen in ihrem letzten Lebensabschnitt bis zum Tod zu begleiten und gleichzeitig deren Angehörigen Trost zu spenden, hatte 1995 die damalige Leiterin der Henstedt-Ulzburger DRK-Sozialstation Angelika Dubber. Sie hatte in zahlreichen Gesprächen und täglichen Begegnungen erkannt, dass in der Gemeinde ein Bedarf für die Betreuung und Begleitung sterbender Menschen bestand. Unterstützt wurde Angelika Dubber von der Sozialpädagogin Dorothea Schafferus, die eine sogenannte Trauerbegleiter-Ausbildung absolviert hatte. Schon bald fanden sich mit der ebenfalls zur Trauerbegleiterin ausgebildeten Lisa Strathen und Anngret Redecke weitere Unterstützerinnen. Dennoch vergingen weitere Jahre bis zur Gründung der Hospizgruppe im Jahr 2001.

 Unter dem Dach der DRK-Sozialstation nahm die kleine Gruppe ihre Arbeit auf. In persönlichen Gesprächen, durch befreundete Organisationen wie beispielsweise den Förderverein Patientenbetreuung und Gesundheitspflege Kaltenkirchen, mehrere Palliativmediziner sowie Pflegedienste kamen Kontakte zu Betroffenen und Angehörigen zustande.

 „Es ist nicht immer ganz einfach, diese schwere Arbeit zu verrichten“, sagte Anngret Redecke, „die Begleitung eines sterbenden Menschen erfordert viel Einfühlungsvermögen und menschliches Verständnis.“

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