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Aktionswoche gegen Gewalt

Henstedt-Ulzburg Aktionswoche gegen Gewalt

Häusliche Gewalt gegen Frauen macht vor keiner sozialen Schicht und vor keinem Alter halt. Dass es im Fall der Fälle ein breites Hilfsangebot für betroffene Frauen gibt, wissen viele gar nicht. Eine Aktionswoche findet vom 21. bis 25. November in Henstedt-Ulzburg statt.

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Die Organisatoren und Beteiligten der Aktionswoche gegen Gewalt an Frauen in Henstedt-Ulzburg wollen auf das Thema aufmerksam machen.

Quelle: Nicole Scholmann

Henstedt-Ulzburg. „Häusliche Gewalt gegen Frauen ist kein Unterschichtenthema“, sagt Svenja Gruber, Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde. Zusammen mit Vertretern anderer Stellen hat Gruber die Aktionswoche vorbereitet. Es gilt, das Netzwerk und die Möglichkeiten vorzustellen.

 Die ganze Woche über werden in den Filialen der Bäckereien Rathjens und Wagner Brötchen in speziellen Papiertüten ausgegeben. Auf ihnen ist eine Notfall-Telefonnummer abgedruckt. Am Donnerstag, 24. November, werden die von den beiden Bäckereien gespendeten Tüten mit Informationsmaterial in der von der Gemeinde betriebenen Kindertagesstätte Schulstraße verteilt. „Wir sind ein idealer Multiplikator für diese Aktion“, betont Bäckermeister Holger Rathjen. Er selbst habe es erlebt, dass das Thema Gewalt an Frauen gar nicht so weit weg ist. Eine Mitarbeiterin war betroffen und von einem Tag auf den anderen im Frauenhaus untergetaucht. Unterstützt wird Gruber bei der Aktion in der Kita von Andrea Hempel (Frauentreffpunkt Kaltenkirchen), Ingeburg Grützmann (Weißer Ring) und Jenny Fülle (Polizei).

 An Mädchen und Frauen in Einrichtungen der Behindertenhilfe richtet sich eine Veranstaltung am Dienstag, 22. November. Von 10 bis 15 Uhr werden sie in den Räumen des Rauhen Hauses im Kulturtreff Gräflingsberg auf das Amt der Frauenbeauftragten vorbereitet. Durch ein neues Gesetz sind ab dem kommenden Jahr Werkstätten für Menschen mit Behinderungen verpflichtet, eine Frauenbeauftragte bereitzustellen. Christiane Czygan und Barbara Carstensen vom Verein mixed Pickles werden mit den beiden bereits amtierenden Frauenbeauftragten Susann Schwentke und Ester Tiedemann durch den Fachtag führen. Es liegen schon über 30 Anmeldungen vor. Weitere Interessierte sind allerdings willkommen.

 „Nein heißt nein!“ lautet ein Vortrag am Donnerstag, 24. November, ab 18.30 Uhr im Ratssaal. Stefanie Böttcher von der Frauenfachberatungsstelle Bad Segeberg wird über die Reform des Sexualstrafrechts berichten und Fragen beantworten.

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