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Das Ehrenamt warb für sich

Henstedt-Ulzburg Das Ehrenamt warb für sich

Ohne das unermüdliche Engagement zahlreicher freiwilliger Helfer könnten die Aufgaben und der Dienst an der Allgemeinheit nicht bewältigt werden. Die Gelegenheit, Werbung in eigener Sache zu machen, nutzten 73 Aussteller bei der Messe für das Ehrenamt im Bürgerhaus an der Beckersbergstraße in Henstedt-Ulzburg.

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Holger Bettaque (links) und Harald Hussels vom Kaltenkirchener Verein Regenbogen freuten sich über das große Interesse der Besucher an der Arbeit ihres Vereins.

Quelle: Alexander Christ

Henstedt-Ulzburg. Das Interesse war groß. Mehrere hundert Besucher tummelten sich an den Ständen der im Festsaal und diversen Nebenräumen verteilten Vereine und Hilfsorganisationen. Organisiert hatte die Messe die Gemeinde.

 „Wir haben zurzeit fast ein Dutzend freiwillige Unterstützer, die uns bei der Betreuung von hilfsbedürftigen Familien sowie jungen Frauen und Männern helfen. Ihre Arbeit ist einfach unverzichtbar“, sagte beispielsweise Holger Bettaque, hauptamtlicher pädagogischer Leiter einer Hilfseinrichtung in Kaltenkirchen für junge Menschen in schwierigen Lebenssituationen. Er informierte am Stand des Vereins Regenbogen über die vielfältigen Möglichkeiten, sich ehrenamtlich zu engagieren. Ein Vorbild in dieser Hinsicht ist der Regenbogen-Vorsitzende Harald Hussels. Seit fast 40 Jahren kümmert sich der Kaltenkirchener in vielfältiger Weise um die Schicksale überwiegende jüngerer Menschen, die aus unterschiedlichsten Gründen am Rande der Gesellschaft leben. Die Stunden, die Hussels uneigennützig und ohne Salär für den Verein tätig war, hat er nie gezählt. „Einige Tausend kommen da sicher zusammen“, sagte er.

 Eine weiteres Beispiel für entgeltlosen Einsatz zum Wohl der Allgemeinheit sind die Mitglieder des Heimat- und Museumsvereins Ellerau. In ihren Räumen im Bürgerhaus am Hojerweg kümmern sich rund ein Dutzend Ehrenamtler um die Pflege heimatlicher Brauchtümer und die Bewahrung historischer Artefakte aus der Ellerauer Geschichte. „Zusammengerechnet sind wir jedes Jahr rund 500 Stunden im Einsatz, um immer wieder neue Sonderausstellungen zu verschiedensten Themen zu organisieren und Besuchergruppen durch das Museum zu führen“, erklärte Museumleiter Hans-Jürgen Büll, auch stellvertretender Vorsitzender des zurzeit rund 90 Mitglieder zählenden Vereins.

 Leben zu retten und Werte zu schützen ist das Metier der Freiwilligen Feuerwehr Henstedt-Ulzburg. „Ich bin durchschnittlich sechs bis acht Stunden pro Woche für die Feuerwehr im Einsatz. Das mache ich gerne. Es ist ein gutes Gefühl, etwas Gutes für seine Mitmenschen tun zu können“, sagte Lars Judzinsky. Seit 2009 ist der angehende Tischler bei den Blauröcken im Dienst. Zunächst in der Jugendfeuerwehr und seit zwei Jahren als Mitglied der aktiven Wehr.

 Zufrieden mit dem großen Interesse der Besucher an den vielfältigen Möglichkeiten, sich ehrenamtlich zu engagieren, war Sabine Ohlrich, die in der Abteilung Wirtschaftsförderung im Henstedt-Ulzburger Rathaus arbeitet und zum Messeorganisationsteam gehörte. „Am meisten freue ich mich, dass viele Aussteller die Gelegenheit nutzten, sich während der Messe untereinander auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen.“

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