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Der Start in den Wahlkampf

Henstedt-Ulzburg Der Start in den Wahlkampf

Der Termin für Landtagswahl im Frühjahr 2017 steht noch gar nicht fest, aber die ersten Kandidaten laufen sich schon warm. Im Bürgerhaus in Henstedt-Ulzburg stellten sich ihren Parteifreunden die beiden CDU-Bewerber vor, die im Wahlkreis 26 Segeberg-West den bisherigen Landtagsabgeordneten Volker Dornquast beerben möchten: Claus Peter Dieck (49) und Ole-Christopher Plambeck (30).

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Ole-Christopher Plambeck (links) und Claus Peter Dieck (rechts) mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten und Segeberger Kreisvorsitzenden Gero Storjohann.

Quelle: Ulrike Bundschuh

Ole-Christopher Plambeck ist gerade mal so alt wie Claus Peter Dieck schon Mitglied der CDU ist. Er will für einen Generationswechsel im Landtag sorgen. Angesichts der Neuregelung, dass bereits ab 16 Jahren gewählt werden darf, sollten auch die Kandidaten etwas jünger sein, meinte er. „Denn ich verstehe unsere CDU als Volkspartei und wenn wir Volkspartei bleiben wollen, müssen wir nicht nur alle Generationen vertreten, sondern auch alle Generationen repräsentieren.“

 Einem christlichen Menschenbild als Grundwert der Partei sieht sich Claus Peter Dieck verpflichtet: „Respekt vor jedem Leben, die Einheit von Eigenverantwortung und Freiheit, Solidarität, sowie Meinungs- und Religionsfreiheit, stets mit dem Bewusstsein, dass politisches Handeln und die Übernahme von Verantwortung auch von Demut geprägt sein sollten.“ Er warb für „mehr Menschlichkeit“ in einer „Politik ohne Scheuklappen“.

 Das Thema Flüchtlingspolitik vermieden beide Kandidaten in ihren Vorstellungsreden. In der anschließenden Diskussion, in der sich die Kandidaten den Zuhörerfragen stellten, ging das nicht mehr. „Es war unsere humanitäre Pflicht, die Flüchtlinge aufzunehmen“, sagte Dieck. „Wir sehen uns sehr gut vorbereitet aufgrund der guten Organisationsstrukturen in den Behörden.“

 Eine weitere Frage aus dem Kreis der rund 30 Zuhörer: „Wie mobilisieren Sie Nichtwähler?“ Plambeck sieht eine Chance, junge Wähler zu mobilisieren, indem man in die Schulen geht, auf junge Leute zugeht und ihnen Politik erklärt, „insbesondere um radikale Parteien in die Ecke zu drängen, damit sie gar nicht erst hoch kommen“. Dieck sieht es als vorrangig an, erst mal die eigenen Leute zu mobilisieren und aus der Wahlmüdigkeit herauszuholen, aber auch er will Jungwähler für Politik interessieren: „Es ist wichtig für junge Leute, einen Politiker persönlich zu kennen.“

 Zum Wahlkreis 26 gehören neben Henstedt-Ulzburg noch Kaltenkirchen, Bad Bramstedt und Ellerau, das Amt Kaltenkirchen-Land, das Amt Bad Bramstedt-Land (außer Großenaspe) und aus dem Amt Kisdorf die Orte Hüttblek, Sievershütten, Struvenhütten und Stuvenborn. Der derzeitige direkt gewählte Abgeordnete, Volker Dornquast (64) aus Henstedt-Ulzburg, tritt zur Wahl 2017 nicht mehr an.

 Inhaltlich zeigten die beiden CDU-Bewerber wenig Unterschiede, etwa bei weiteren Sachthemen wie HSH-Nordbank-Krise, Haushalts- und Bildungspolitik. Beide sind in politischen Ausschüssen und Gremien sowohl auf Landes- als auch auf Kreisebene gut vernetzt, ebenso in Vereinen. Wer von beiden als Kandidat der Union bei der Landtagswahl in Segeberg-West antritt, wird am Freitag, 11. März, bei einer CDU-Versammlung in der Feierei in Kaltenkirchen entschieden.

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