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Fahrplan für die S-Bahn

Henstedt-Ulzburg Fahrplan für die S-Bahn

Der geplante S-Bahn-Betrieb von Hamburg bis Kaltenkirchen rückt näher. Vertreter von AKN, S-Bahn, Nahverkehrsverbund (NAH) Schleswig-Holstein und Landesregierung sowie mit dem Projekt beschäftigte Experten erläuterten im Henstedt-Ulzburger Rathaus das Vorhaben. 2020 könnte die S21 fahren.

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Christian Sörensen vom Verkehrsministerium war einer der Experten, die bei der Informationsveranstaltung Rede und Antwort standen.

Quelle: Heinrich Pantel

Henstedt-Ulzburg. Rund 30 Bürger folgten der AKN-Einladung, stellten Fragen und bezogen Stellung.

 Benjamin Werner vom NAH ging zunächst auf die Ausgangslage ein: „Die Strecke liegt entlang eines der Siedlungsschwerpunkte des Hamburger Umlands.“ Es bestehe ein hohes Pendleraufkommen. „In Hamburg-Eidelstedt sorgt ein Umsteigezwang zum Teil für lange Wartezeiten.“ Eingleisige Streckenabschnitte führten zur Verspätungsanfälligkeit. Ziele des Projekts seien unter anderem eine umsteigefreie Verbindung aus dem Achsenraum Kaltenkirchen / Quickborn / Hamburg-Schnelsen zum Hamburger Hauptbahnhof und weiteren innerstädtischen Zielen, Verkürzung der Fahrzeit sowie barrierefreier Zugang zu Bahnsteigen und Zügen. Damit wäre die Strecke eine attraktive Alternative für Berufspendler. Die geplante Linienführung der Linie S21: Kaltenkirchen - Dammtor - Hauptbahnhof - Bergedorf - Aumühle.

 Problematisch, so Werner, seien zwei „Flaschenhälse“, der in Eidelstedt sowie der zwischen Quickborn und Tanneneck. Hier werde ein zweigleisiger Ausbau auf einer Strecke von insgesamt etwa fünf Kilometern erforderlich. Er zitierte Prognosen, nach denen auf allen Streckenabschnitten bis zum Jahr 2025 mit einem starken Zuwachs gerechnet wird, zum Beispiel von Kaltenkirchen bis Henstedt-Ulzburg um 21 Prozent, von Ulzburg-Süd bis Quickborn um 43 Prozent.

 Karl-Heinz Moje von der AKN verwies auf einen „riesigen Kreis von Fachleuten“, der mit dem Projekt beschäftigt sei. Die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung gehöre zum Konzept. Einwände und Stellungnahmen seien abzuwarten. Am Ende müssten die Länder Schleswig-Holstein und Hamburg eine Entscheidung treffen.

 Um die Strecke zu elektrifizieren, müsse bis Kaltenkirchen eine Oberleitung gebaut werden, erklärte André Gohlke, ebenfalls von der AKN. Bahnsteige seien zu verlängern, die Signaltechnik müsse umgeplant werden, die Bahnsteighöhe werde sich ändern. In den Tunneln in Henstedt-Ulzburg und Kaltenkirchen sei es erforderlich, die Gleise um 20 Zentimeter abzusenken, um Platz für die Oberleitung zu schaffen.

 An den gegenwärtigen Taktzeiten - die AKN-Linie A1 fährt überwiegend alle 20 Minuten, sonntags alle 40 Minuten - werde sich zunächst einmal nichts ändern, sagte Michael Hüttel als Vertreter der S-Bahn. Auf die Frage eines Bürgers, ob ein 10-Minuten-Takt auch bis Henstedt-Ulzburg und Kaltenkirchen möglich werde, meinte er: „Wenn die Nachfrage da ist, sind wir zuversichtlich, das auch lösen zu können.“

 Auf den Einwand eines Bürgers, mit großem Aufwand werde relativ wenig Zeit gespart, erwiderte Christian Sörensen ein, der Vertreter des Kieler Verkehrsministeriums: „Wir möchten durch ein attraktives Angebot neue Fahrgäste gewinnen.“ Er verwies auf verkehrswissenschaftliche Untersuchungen, die zu den gegenwärtigen Planungen geführt haben.

 Benjamin Werner vom Nahverkehrsverbund stellte einen Fahrplan für das Projekt auf: 2016 soll das Planfeststellungsverfahren anlaufen, 2018 sei mit dem Baubeginn zu rechnen, ab 2020 könnte die S21 bis Kaltenkirchen fahren. Wie AKN-Mitarbeiter Moje betonte, werde während der Bauarbeiten der volle Fahrbetrieb aufrechterhalten.

 Elisabeth von Bressensdorf, die stellvertretende Bürgermeisterin von Henstedt-Ulzburg, stellte zum Schluss der Veranstaltung fest: „Ich hoffe, dass der vorgesehene Zeitrahmen eingehalten wird.“ Offen blieb die Frage nach den Kosten.

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