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Fast 900 Lkw mehr auf der Straße

Henstedt-Ulzburg Fast 900 Lkw mehr auf der Straße

Das Handelsunternehmen Rewe möchte mit der Regionalzentrale nach Henstedt-Ulzburg auf ein 30 Hektar großes Grundstück im Bereich des Autobahnzubringers umziehen. Die Pläne sorgt für reichlich Zündstoff. Denn die Vorstellungen von Rewe haben bei den Kommunalpolitikern der Fraktionen jede Menge Fragen hervorgerufen.

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Bürgermeister Stefan Bauer ist enttäuscht, dass an der Sitzung des Planungsausschusses kein Vertreter des Handelunternehmens Rewe teilnahm.

Quelle: Ulrike Bundschuh

Henstedt-Ulzburg. Die jüngste Sitzung des Planungsausschusses steckt Bürgermeister Stefan Bauer immer noch in den Knochen. Die Pläne für eine Neuansiedlung des Handelsunternehmens Rewe sorgte für reichlich Zündstoff. Anders als vorgesehen, war kein Vertreter der Rewe nach Henstedt-Ulzburg gekommen, um Stellung zu nehmen. „Das hat mich sehr enttäuscht“, sagte Bürgermeister Bauer am Donnerstag.

 Er habe nach der Sitzung Kontakt zu Verantwortlichen gehabt, berichtete Bauer: „Rewe hat diese Ausschusssitzung unterschätzt.“ Der Bürgermeister hätte sich – wie die Ausschussmitglieder der einzelnen Fraktionen – Erklärungen zu den Bauplänen und zum Verkehrsaufkommen nach Inbetriebnahme des neuen Regionalstandortes gewünscht. „Was uns vorgestellt wurde, ist deutlich anders als die ersten Planungen“, sagte Bauer.

 Entstehen sollen die Regionalverwaltung, ein Schulungszentrum und ein großer Logistikstandort. Bauchschmerzen bereitet den Kommunalpolitikern zum einen der zusätzliche Schwerlastverkehr, der durch die Gemeinde rollen wird. Laut eines Gutachtens könnten künftig 880 Lkw zusätzlich vom und zum Rewe-Gelände fahren. Davon würden laut Bauer etwa 750 Fahrzeuge direkt zur Autobahn fahren oder von dort kommen. Bürgermeister Bauer betonte, dass die restlichen 130 Lkw zwischen 4 und 6 Uhr morgens sowie zwischen 12 und 14 Uhr am Mittag unterwegs sind. Also außerhalb der Zeiten, in denen beispielsweise der Bereich Ulzburg durch Pendlerverkehr belastet ist.

 Ein weiteres Problem haben die Henstedt-Ulzburger Fraktionen mit der Möglichkeit zur Erweiterung, die im Plan für den Standort bereits eingezeichnet ist und von denen die Mitglieder des Gremiums bislang nichts wussten. Die Ausschussmitglieder befürchten, dass nach einem Ausbau noch mehr Verkehr auf die Großgemeinde zurollen würde.

 Die vielen Fragen hätten am Montagabend beantwortet werden können, aber überraschenderweise hatte sich kein Rewe-Verantwortlicher auf den Weg gemacht. Das soll Anfang des Jahres bei einer Sitzung des Planungsausschusses nachgeholt werden. „Die Politik muss dann alle Vor- und Nachteile gegeneinander abwägen. Wir wollen Rewe nicht um jeden Preis“, machte Bauer deutlich. Dennoch: „Henstedt-Ulzburg ist auf Gewerbesteuern angewiesen.“ Rewe sei ein Mehrwert für die ganze Region, nicht nur für Henstedt-Ulzburg, betonte er. Und schließlich habe man ein Gewerbegebiet für große Gewerbebetriebe.

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