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Maßgeschneiderter B-Plan

Henstedt-Ulzburg Maßgeschneiderter B-Plan

Grünes Licht für das Unternehmen TK Maxx: Es kann sich im Gewerbegebiet Ulzburg ansiedeln. Dafür musste der Bebauungsplan geändert werden. Nun dürfen Waren auf maximal 1700 Quadratmetern verkauft werden. Die Bekleidungskette will in ein leerstehendes Gebäude ziehen.

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So sieht der Eingangsbereich von TK Maxx in der Holsten-Galerie Neumünster aus, die im Oktober 2015 eröffnet wurde.

Quelle: Sabine Nitschke

Henstedt-Ulzburg. Im vorherigen B-Plan war festgelegt, dass ein Handelsbetrieb lediglich eine Größe von maximal 1000 Quadratmeter haben durfte. TK Maxx hatte Interesse an der Immobilie – allerdings nur, wenn eine größere Verkaufsfläche zur Verfügung steht.

 Die Gemeinde begrüßt die Ansiedlung von TK Maxx. „Somit kann ein längerfristiger Leerstand mit den negativen Begleiterscheinungen verhindert und zugleich die vorhandene Sortimentsstruktur im Gewerbepark Nord ergänzt werden“, heißt es in der Begründung zur Änderung des B-Planes. Der Einzelhandelsstandort Henstedt-Ulzburg werde in seiner Gesamtheit und Attraktivität gestärkt. Das Erdgeschoss soll umgebaut werden, eine Erweiterung in Richtung Westen ist geplant. In der oberen Etage des Gebäudes ist ein Spielsalon untergebracht.

 TK Maxx wirbt damit, ein „exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis bei einer ständig wechselnden Auswahl an Top-Marken und Designer-Labels“ anzubieten, die bis zu 60 Prozent günstiger als die unverbindliche Preisempfehlung verkauft werden und damit nach eigenen Angaben „deutlich preiswerter als in Kaufhäusern oder Geschäften der Haupteinkaufsstraßen“ sind. Davon sind die Betreiber des CCU am Rathaus nicht begeistert und verweisen in einer Stellungnahme auf die Ziele der Landesplanung. Danach ist „eine Verkaufsfläche von maximal 2000 Quadratmetern nicht angemessen im Sinne des Landesentwicklungsplanes 2010 und eine geringere Verkaufsfläche festzusetzen“. TK Maxx hätte am liebsten genau diese 2000 Quadratmeter in Henstedt-Ulzburg.

 Auch die Industrie- und Handelskammer (IHK) Lübeck hatte sich kritisch geäußert. „Wir können aufgrund der Entwicklung in den Nachbargemeinden nachvollziehen, dass in Henstedt-Ulzburg eine Abwanderung der Kaufkraft befürchtet wird. Durch die stetige Stärkung des Gewerbeparks verlieren die eigentlichen Innenstädte von Henstedt-Ulzburg und Kaltenkirchen jedoch zunehmend an Attraktivität“, heißt es in der Stellungnahme. Die Ansiedlung einer TK Maxx-Filiale erhöhe den Konkurrenzdruck und schwäche die Geschäfte in Ulzburg. Die Gemeinde hält dem entgegen, dass durch die Eröffnung von TK Maxx die ganze Region profitieren könnte.

 Der Meinung war auch die Mehrheit der Gemeindevertreter, die der Änderung des B-Planes zustimmte.

 TK Maxx kann nun einen Bauantrag stellen. Sollte das im Dezember erfolgen, könnten Anfang nächsten Jahres die Baufahrzeuge anrücken.

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