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Mehr Radler im Ort gewünscht

Henstedt-Ulzburg Mehr Radler im Ort gewünscht

Mehr freie Fahrt für Radler in Henstedt-Ulzburg: Jetzt  wurde Bürgern die Gelegenheit gegeben, Ideen und Anregungen für ein Radwegenetz einzubringen. Rund 50 Besucher nahmen teil. Wichtigster Punkt ist ein Fahrradschnellweg, der Ortsteile und Nachbarkommunen verbindet.

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Sie wollen aktiv und mit eigenen Ideen bei der Gestaltung des geplanten Radroutennetzes mithelfen: Jens Daberkow, Vorsitzender der Henstedt-Ulzburger Ortsgruppe des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) und die Leiterin des ADFC-Arbeitskreises Kartographie Karoline Aust.

Quelle: Alexander Christ

Henstedt-Ulzburg. Muskelkraft statt Gaspedal: Das ist nicht nur der Wunsch zahlreicher Umweltaktivisten, sondern auch einer der vielschichtigen Bausteine eines Verkehrskonzeptes für die Gemeinde Henstedt-Ulzburg.

 Der durchgängige Fahrradschnellweg ist Bestandteil eines Vorentwurfs für ein Radwegekonzept, das ein Gutachter vorstellte. Die Gemeinde hatte es in Auftrag gegeben. „Wie genau eine solche Trassenführung verlaufen könnte, soll in den nächsten Wochen und Monaten unter hoffentlich reger Beteiligung der Bürger festgelegt werden“, erklärte Bürgermeister Stefan Bauer vor den rund 50 Besuchern.

 Ein weiteres Ziel ist es, mit zusätzlichen Radlertrassen und der Optimierung bestehender Radfahrwege den Autoverkehr zu reduzieren. Zurzeit beträgt der Anteil radelnder Verkehrsteilnehmer etwa 14 Prozent. Dieser Anteil soll auf 22 bis 25 Prozent wachsen. Durch zusätzliche Verbesserungen im Öffentlichen Personennahverkehr soll der Anteil des motorisierten Kraftverkehrs im gleichen Zeitraum von derzeit 67 auf 50 bis 56 Prozent reduziert werden.

 Aktiv einbringen in die Planungen in den jeweiligen Fachausschüssen wollen sich vor allem die Mitglieder der Henstedt-Ulzburger Ortsgruppe des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC). Sie haben einen Arbeitskreis Kartographie unter der Leitung von Karoline Aust gegründet, dessen Mitglieder die Gemeinde regelmäßig mit dem Fahrrad durchqueren und dabei gewonnene Erkenntnisse in Karten festhalten.

 „Neben der Verbesserung der Verkehrssicherheit für Radfahrer sowie der besseren Anbindungen von Fahrradfahrern an wichtige Punkte im Ort spielt natürlich auch der ökologische Gedanke eine Rolle bei unseren Planungen“, erklärte Karoline Aust.

 Nach ersten vorsichtigen Expertenschätzungen würde der Bau eines Hauptradroutennetzes durch Lückenschlüsse an bestehenden Trassen fast 1,4 Millionen Euro kosten. Ein Großteil dieser Summe, etwa 800000 Euro, soll durch öffentliche Fördergelder generiert werden. Für die Gemeinde bliebe ein Eigenanteil von 600000 Euro.

 Die SPD-Fraktion hatte die Diskussion um die Schaffung eines Verkehrskonzeptes für Radwege in Gang gesetzt. Auf deren Antrag hin wurde das Beratungsunternehmen VCDB Verkehrs-Consult Dresden-Berlin mit dem jetzt vorliegenden ersten Vorentwurf beauftragt.

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