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Musical mitreißend gespielt

Henstedt-Ulzburg Musical mitreißend gespielt

Sechs ausverkaufte Veranstaltungen mit jeweils 340 Zuschauern: Das Publikum muss geahnt haben, dass das „High School Musical“ des Alstergymnasiums etwas ganz Besonderes werden würde. Und die Erwartungen wurden nicht enttäuscht.

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Das High-School-Musical des Alstergymnasiums war eine große Gemeinschaftsleistung. Die Schüler wuchsen regelrecht über sich hinaus.

Quelle: Isabelle Pantel

Henstedt-Ulzburg. Die jugendlichen Darsteller spielten, sangen und tanzten derart professionell, dass sie am Ende mit stehenden Ovationen gefeiert wurden.

 Nur alle vier bis fünf Jahre wird am Alstergymnasium ein Musical einstudiert, denn der Aufwand dafür ist beträchtlich. Es gab an der Schule dieses Mal ein großes Casting zur Besetzung der Rollen, anschließend wurde ein halbes Jahr lang zweimal pro Woche geprobt – außerhalb der Unterrichtszeit. 50 Schüler waren an der Produktion beteiligt. Zu Höchstleistungen gebracht wurden sie von fünf Lehrern, die sie in Sport, Musik und Theater fit machten.

 Die Mühe hat sich wahrlich gelohnt, denn was die Schüler auf die Bühne brachten, war ein mitreißendes Musical, das keinen Vergleich mit dem Disney-Original zu scheuen brauchte. Immer wieder gab es begeisterten Zwischenapplaus der Zuschauer.

 Allein für die weiblichen Hauptrollen hatte es 40 Bewerbungen gegeben. Am Ende setzten sich zwei Darstellerinnen durch, die bereits durch Theateraufführungen der Schule bekannt sind: Hannah Aagaard und Claire Hahnkamm. Hannah Aagaard spielte die schüchterne Gabriella, die neu an die East-High-Schule wechselte und sich dort in Troy, den Star des Basketball-Teams (gespielt von Felix Jordan), verliebte. Auf den hatte jedoch auch Sharpay (Claire Hahnkamm) ein Auge geworfen. Die selbst ernannte Prinzessin der Schule zog daraufhin alle Register, um nicht in die zweite Reihe zurücktreten zu müssen. Dabei brachte Claire Hahnkamm das Kunststück fertig, sich in die Herzen der Zuschauer zu spielen, obwohl sie die Rolle der launischen, intriganten und selbstverliebten Sharpay übernommen hatte. Geheimnis des Erfolgs war ganz offenbar eine gehörige Dosis an Komik und Selbstironie – und nicht zuletzt das überragende Spiel.

 Ebenso perfekt besetzt waren die übrigen Haupt- und Nebenrollen. Ohne den großen Einsatz des gesamten Ensembles wäre eine derart bis ins kleinste Detail ausgearbeitete Produktion kaum möglich gewesen. Die Schüler wuchsen regelrecht über sich hinaus. „Gleichzeitig zu singen, zu tanzen und zu spielen, war die größte Herausforderung“, berichtete Claire Hahnkamm. Viele hätten zwar schon Erfahrungen in jeweils einer dieser Disziplinen mitgebracht – aber eben nicht in allen dreien.

 Bei den Aufführungen wirkten Schüler der Klassen 9 bis 13 mit. Der Abstand zwischen den einzelnen Musical-Produktionen soll am Alstergymnasium nicht mehr als fünf Jahre betragen, damit jeder Schüler zumindest einmal in seiner Schulzeit die Möglichkeit hat, sich um eine Rolle im Ensemble zu bewerben.

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