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Nicht nur Pommes und Pizza

Henstedt-Ulzburg Nicht nur Pommes und Pizza

Um 145000 Mahlzeiten jährlich geht es im Vergabeverfahren für die Verpflegung der Henstedt-Ulzburger Kindertagesstätten, das die Gemeindeverwaltung jetzt eingeleitet hat. Erzieher und Eltern durften in der Vorbereitung mitreden.

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Schmecken soll es – und gesund sein: Henstedt-Ulzburg regelt die Mittagsverpflegung für ihre zehn Kitas neu.

Quelle: Angelika Warmuth, dpa

Henstedt-Ulzburg. Bislang sorgen drei Küchen für die täglich rund 400 Mahlzeiten in den zehn gemeindeeigenen Kitas. Insgesamt werden dort rund 1300 Kinder zwischen einem und vierzehn Jahren betreut, die jedoch nicht alle essen. Der Kindergarten in der Kranichstraße bekocht in gemeindlicher Regie sich selbst und zwei weitere Betreuungseinrichtungen, vom Beckersberg beliefert ein externer Caterer insgesamt sechs Kitas, und die Gastronomie im Bürgerhaus versorgt die benachbarte Kindertagesstätte. Im März 2015 hatte der Kinder- und Jugendausschuss der Gemeindevertretung beschlossen, die gesamte Verpflegung zu bündeln und extern zu vergeben.

 Einer der Gründe für diese Entscheidung war die Hoffnung auf Einsparungen. Auch soll das Essen an alle Kitas gleich gut sein, damit dessen Qualität nicht als Auswahlkriterium für die Eltern gilt, wohin sie ihre Kinder schicken. Außerdem ist die Kostenverteilung ungerecht. Bezahlt wird an allen Tagesstätten derselbe Betrag für ein Mittagessen (2,86 Euro in der Kita und 3,00 Euro im Hort), obwohl die Gestehungskosten unterschiedlich sind. Da die Gemeinde bei der Kita-Verpflegung ohnehin draufzahlt, werden somit die Eltern an der einen Kita stärker subventioniert als an einer anderen. Je nach Auslastung der Kitas, die im Laufe eines Jahres schwankt, werden nur zwischen 50 und 80 Prozent der Verpflegungskosten von den Essenspreis gedeckt, wie Philipp Gotzke von der Abteilung Kinder und Jugend in der Gemeindeverwaltung erläutert.

 Obwohl der Grundsatzbeschluss vom Frühjahr 2015 stammt, kommt das Verfahren erst jetzt in Gang. Zum einen, weil Lieferverträge noch bis zum Ende Juli 2016 laufen, zum anderen, weil Kita-Pädagogen und Eltern angehört werden sollten, wie sie sich das Essen für ihre kleinen Schützlinge vorstellen. Es gab dazu auch eine Informationsveranstaltung im Rathaus. Wenn es nach den Kinder ginge, stünden wohl vorzugsweise Pommes und Pizza auf dem Speiseplan, doch die Erwachsenen hatten natürlich andere Vorstellungen. Vor allem „schmackhaft und gesund“ sollten die Mahlzeiten sein, berichtet Goetzke: „Außerdem war den Beteiligten vor allem die Qualität wichtig - selbst wenn es dann etwas teurer werden sollte.“

 Angesetzt ist zunächst ein Portionspreis von 3,60 Euro, womit sich für die dreijährige Vertragsdauer ein Auftragsvolumen von weit über 1 Million Euro ergibt. Eine europaweite Ausschreibung ist vorgeschrieben. Aber ein Passus in der Vergabe sieht vor, dass das beauftragte Unternehmen in der Nähe eine Küche betreibt - in der Nähe bedeutet in diesem Fall, dass eine Warmhaltezeit für das Essen von drei Stunden nicht überschritten wird.

 Ein heikles Feld sind mittlerweile diverse Einschränkungen bei den Verzehrgewohnheiten - sei es wegen körperlicher Unverträglichkeiten, religiöser oder weltanschaulicher Gründe: keine Erdnüsse, kein Schweinefleisch, koscheres Essen und derlei mehr. Die Ausschreibung überlässt es zunächst den Anbietern, dafür flexible Lösungen zu finden.

 Die Entscheidung, wer den Auftrag bekommt, soll im Juni fallen.

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