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Rewe-Neubau bleibt umstritten

Henstedt-Ulzburg Rewe-Neubau bleibt umstritten

Die Ansiedlung des Handelskonzerns Rewe, der am Autobahnzubringer ein Logistikzentrum samt Verwaltung mit angekündigten 1000 Arbeitsplätzen auf die Beine stellen will, spaltet die Kommunalpolitik. Das wurde beim ersten öffentlichen Polittalk des Vereins Henstedt-Ulzburg Marketing klar.

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Moderator Michael Zwicker (von links) stellte die Runde auf dem Podium vor: Sebastian Lienau (Kinder- und Jugendparlament), Jens Iversen (BFB), Karin Honerlah (WHU), Michael Meschede (CDU) und Horst Ostwald (SPD).

Quelle: Nicole Scholmann

Henstedt-Ulzburg. Während Netto für seinen Plan eines Logistikzentrums im Gewerbegebiet grünes Licht – sprich: eine Baugenehmigung – erhalten hat, streiten die Fraktionen um Rewe. „Rewe ist eine große Chance“, betonte Michael Meschede, Vorsitzender der örtlichen CDU. Auch Horst Ostwald (SPD) ist dieser Meinung. „Wir haben ein großes Interesse daran, dass Rewe sich ansiedelt“, erklärte der Fraktionsvorsitzende und verwies auf die Arbeitsplätze, die damit einhergehen.

 Dem gegenüber stehen die Meinungen von Karin Honerlah (WHU) und Jens Iversen (BFB). Beide befürchten eine starke Verkehrsbelastung in der Gemeinde. „Wir werden einen großen Verkehrsdruck durch Lkw haben“, sagte Honerlah. Auch das Argument, wenn erstmal ein großes Unternehmen in Henstedt-Ulzburg Fuß fassen würde, kämen weitere Betriebe, zählt in ihren Augen nicht. Iversen gab zu bedenken, dass ein Ort erpressbar sein könnte, wenn es an einem großen Arbeitgeber hänge. „Wir könnten unter Druck geraten.“ Zehn Mal hundert Arbeitsplätze seien auch 1000 Jobs. „Wir wollen auf den Mittelstand setzen“, betonte Honerlah die Meinung der WHU.

 Dem Motto der zweistündigen Gesprächsrunde entsprechend - „Quo vadis, Henstedt-Ulzburg, Stillstand oder Weiterentwicklung?“ – sollten die Podiumsteilnehmer ihre Vorstellung davon verraten, wie die Großgemeinde in zehn Jahren aussieht. „Ich finde es hier tip-top“, sagte der Jugendvertreter Sebastian Lienau. Henstedt-Ulzburg sei sehr grün und solle es doch bitte auch bleiben. Ostwald (SPD) forderte mehr Wohnraum für Senioren und junge Familien. Iversen (BFB) brachte die Bebauung der Innenstadt mit mehrgeschossigen Wohngebäuden ins Gespräch. Meschede (CDU) sprach davon, dass Henstedt-Ulzburg weiter wachsen müsse – aber umweltschonend und bedächtig. Honerlah (WHU) will keine großen Neubaugebiete.

 Einig waren sich alle Beteiligten, dass ihnen die Kommunalpolitik viel Freude bringe und man etwas bewegen könne. „Wir sind zwar streitbar, aber arbeiten zielgerichtet“, erklärte Iversen. Ostwald gab zu, dass an manchen Tagen der Frust groß sei

 Gut 60 Bürger schauten beim Polittalk in einer leerstehenden Halle des CCU vorbei. Moderiert wurde die Veranstaltung vom Journalisten Michael Zwicker. Während er die Diskussion zu jeder Zeit im Griff hatte, klappte es mit der Technik nicht so gut. Die Mikros piepten, der Ton war nicht ideal.

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Nicole Scholmann

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