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Rewe hat große Pläne

Henstedt-Ulzburg Rewe hat große Pläne

Der Handels- und Touristikkonzern Rewe beabsichtigt, eine rund 21 Hektar große Fläche am Autobahnzubringer zu erwerben. In mehreren Bauabschnitten sollen bis 2025 ein Verwaltungsgebäude sowie ein Schulungs- und ein Logistikzentrum gebaut werden. Fast 1000 Arbeitsplätze könnten entstehen.

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Mit der Rewe Group will einer der führenden Handels- und Touristikkonzerne nach Henstedt-Ulzburg ziehen.

Quelle: Rewe Group

Henstedt-Ulzburg. Derzeit hat die Rewe Nord ihren Sitz in Norderstedt in der Oststraße als Mieter des Discounter-Kette Penny, die auch zur Rewe Group gehört. Aus Platzgründen möchte die Rewe Nord aber ihren Sitz verlegen und hat sich dafür bereits 2014 an die Gemeinde Henstedt-Ulzburg gewandt. Die Lage am A7-Zubringer sei ideal, da 75 Prozent des Verkehrs über die Autobahn abgewickelt werden.

 Der Finanz- und Wirtschaftsausschuss der Gemeinde hat in seiner Sitzung am 15. Februar bereits grünes Licht an die Verwaltung gegeben, die Verhandlungen voranzutreiben, aber noch sind nicht alle Grundstücke im Besitz der Gemeinde.

 Geplant ist, bis 2019 die Verwaltung der Rewe Nord mit derzeit 382 Mitarbeitern nach Henstedt-Ulzburg zu verlegen. Zusätzlich soll ein zentrales Schulungszentrum entstehen, sodass bis 2025 die Zahl der Arbeitsplätze auf rund 440 steigen würde. Hinzukommen sollen ebenfalls bis 2025 noch weitere 490 Arbeitsplätze für das neue regionale Logistikzentrum. Es ist bisher in Stelle im Süden Hamburgs, stößt aber an seine Kapazitätsgrenzen. Dieses Logistikzentrum könnte in zwei Bauabschnitten fertig gestellt werden – bis 2019 der Bereich für Frischware wie Obst und Gemüse, bis 2025 das Trockensortiment. Beliefert werden sollen rund 550 Märkte in Schleswig-Holstein und dem Norden Hamburgs.

 Insgesamt würden so bis 2025 rund 1000 neue Arbeitsplätze in Henstedt-Ulzburg geschaffen werden. Ausbildungs- und Studienplätze für duale Studiengänge sind ebenfalls vorgesehen. Damit wäre Rewe dann der größte Arbeitgeber im Ort, noch vor der Paracelsus-Klinik und der Gemeindeverwaltung.

 Bedenken, der Verkehr in der Gemeinde mit schweren Lastwagen könnte deutlich zunehmen, versuchte Daniela Beckmann, Pressesprecherin der Rewe Nord, bei einem Termin in der Gemeindeverwaltung zu zerstreuen. Sie verwies darauf, dass „eher kleinere Lkw eingesetzt werden, die die Lieferpunkte anfahren“. Nach ihren Worten wird Rewe auch örtliche Dienstleister in Anspruch nehmen und den Ausbau der gemeindlichen Infrastruktur unterstützen. Davon könne dann die lokale Wirtschaft profitieren. Gastronomie und Hotelgewerbe würden aus dem geplanten Schulungszentrum ebenfalls Nutzen ziehen, ist sich Daniela Beckmann sicher.

 Die Gemeindevertretung steht nicht geschlossen hinter den Plänen, aber Bürgermeister Stefan Bauer ist sich sicher, dass es die nötigen Mehrheiten geben werde, um die Ansiedlung von Rewe zu ermöglichen. Vorbehalten, dass die zu erwartenden Gewerbesteuereinnahmen nicht im Verhältnis zur verbrauchten Fläche stehen könnten, setzt das Unternehmen den Mehrwert entgegen, den ein Unternehmen dieser Größenordnung in der Gemeinde schaffen würde. „Wir setzen mehr auf Regionalität und kurze Wege und wollen hier einen Standort für Jahrzehnte errichten“, sagte Andreas Persiegehl, Logistikleiter der Rewe Nord.

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