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Beckersbergring: Reihenhäuser sollen weg

Henstedt-Ulzburg Beckersbergring: Reihenhäuser sollen weg

Die Reihenhäuser am Beckersbergring in Henstedt-Ulzburg sollen nach den Plänen des Unternehmens Soka-Bau dem Erdboden gleich gemacht werden. Geplant sind Geschossbauten mit drei bis sechs Stockwerken. Auf einer Veranstaltung für die jetzigen Mieter wurden die Pläne vorgestellt.

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Die Altmieter im Beckersbergring sind nicht einverstanden mit den Neubauplänen der Wohnungsgesellschaft Soka-Bau.

Quelle: Nicole Scholmann

Henstedt-Ulzburg. 100 Mieter ließen sich die Zukunft des Quartiers erklären. „Wir sind entsetzt“, lautete der Kommentar von Christian Engel, dessen Schwiegermutter am Beckersbergring lebt. 97 von 116 Reihenhäuser aus den 1960er Jahren sollen weichen. „Auf einer Grundstücksfläche von 30.000 Quadratmeter mit einer Gesamtwohnfläche von rund 17.000 Quadratmeter wird Soka-Bau mindestens 225 Wohnungen mit einer ausreichenden Anzahl an Tiefgaragenplätzen und Stellplätzen im Freien realisieren“, heißt es in einer Mitteilung.

Am Beckersbergring sollen moderne, barrierefreie Mietwohnungen zwischen 35 und 100 Quadratmeter entstehen. „Der Mietpreis wird sich am ortsüblichen Mietpreis für Neubauwohnungen orientieren, der zurzeit bei rund zehn Euro je Quadratmeter Wohnfläche liegt“, teilte das Unternehmen mit. Der bisherige Mietpreis liegt um die acht Euro pro Quadratmeter.  Soka–Bau will Anfang 2020 mit dem Abriss starten.

Mieter der Reihenhäuser kündigen Widerstand an

Der Widerstand gegen diese Zukunftsaussichten wird auch nach der Mieterversammlung aufrecht erhalten. Christian Engel, der sich seit Monaten für den Beckersbergring engagiert, spricht von menschenverachtenden Plänen und wirft Bürgermeister Stefan Bauer vor, nur das Sprachrohr des Unternehmens Soka–Bau zu sein. Auch von der Kommunalpolitik sind er und seine Mitstreiter enttäuscht, da sie sich ihrer Meinung nach nicht genug für die Belange der Altmieter einsetzt. Kurt Göttsch von der Wählergemeinschaft WHU bezieht klar Stellung: „Wir werden diese Pläne für den Beckersbergring so nicht akzeptieren“, sagte er.

Bürgermeister Stefan Bauer setzt sich dafür ein, dass ein Drittel der neuen Wohneinheiten über den sozialen Wohnungsbau günstiger angeboten wird. „Aber es gibt noch keine konkrete Zusage von Soka–Bau.“

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