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Sponsoren für Carsharing gesucht

Henstedt-Ulzburg Sponsoren für Carsharing gesucht

Die Wählergemeinschaft für Bürgermitbestimmung (WHU) will ihre Idee für sogenanntes Carsharing in Henstedt-Ulzburg umsetzen. Es bedeutet, dass sich Nutzer ein Auto teilen. Jetzt werden Sponsoren gesucht, die finanziell einspringen, wenn sich im Ort die Probezeit von einem Jahr nicht trägt.

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Die WHU möchte, dass das Unternehmen Greenwheels, das Carsharing bereits in Norderstedt anbietet, am Marktplatz in Ulzburg einen Mietwagen platziert.

Quelle: privat

Henstedt-Ulzburg. Die WHU möchte, dass das Unternehmen Greenwheels, das Carsharing bereits in Norderstedt anbietet, am Marktplatz in Ulzburg einen Mietwagen platziert, der jederzeit und von jedermann mit gültigem Führerschein ausgeliehen werden kann. Dafür muss man sich registrieren und erhält nach einer Schufa-Prüfung eine Karte, mit der sich ein zur Verfügung stehendes Greenwheels-Fahrzeug öffnen lässt. Der Fahrer bezahlt eine Grundgebühr, beispielsweise 45 Euro pro Tag, plus die gefahrenen Kilometer (je 24 Cent).

 „Henstedt-Ulzburg hat eine enorme Pkw-Dichte, der Individualverkehr findet weitgehend motorisiert mit eigenen Autos statt. Mit Carsharing wird das Mobilitätsangebot sinnvoll verbessert“, meint Karin Honerlah, die WHU-Fraktionsvorsitzende. Das Angebot sei besonders für diejenigen interessant, die nur selten ein Auto benötigen. Auch das für die Gemeinde erstellte Verkehrsstrukturgutachten schlage die Einrichtung von Carsharing-Stationen vor. Damit könnten die Verkehrsbelastung und die Autodichte reduziert werden.

 Die Firma Greenwheels hat laut Honerlah den Standort am AKN-Bahnhof überprüft und für gut befunden. „Ein Fahrzeug, ein VW Up, steht für Henstedt-Ulzburg kurzfristig zur Verfügung“, sagt Honerlah. Allerdings sei die Mehrheit im Ausschuss nicht bereit gewesen, das Kostenrisiko der Gemeinde für Zahlungen an Greenwheels von maximal 3600 Euro zu übernehmen, bedauert die WHU-Politikerin. Idee ihrer Fraktion war es, dem Unternehmen einen monatlichen Umsatz von 300 Euro zu garantieren. Notfalls sollte die Gemeinde einspringen.

 Durch Sponsoren soll nun ein zweiter Anlauf genommen werden. Es liegen laut der WHU Zusagen in Höhe von 900 Euro vor. „Noch fehlen aber 2700 Euro sozusagen als Sicherheitsleistung.“ Die Wählergemeinschaft will Firmen im Gewerbegebiet Ulzburg-Süd/Rhen ansprechen und um Unterstützung bitten. Sollte es klappen, dann könnte laut Honerlah im Januar gestartet werden.

 Horst Ostwald, SPD-Fraktionsvorsitzender, begründet die SPD-Ablehnung des Antrages im Ausschuss damit, dass es wenig Sinn mache, ein einziges Auto an einem einzigen Standort zu haben. „Die Idee ist nicht schlecht, aber so nicht“, sagte er. Die Sozialdemokraten wollen abwarten, in welcher Form die Gemeinde von dem Projekt „Segeberg 2030“ und dem Mitnahmenetzwerk, das sich gerade im Aufbau befindet, profitieren kann. Die Gemeindeverwaltung soll das prüfen.

 Elisabeth von Bressensdorf (CDU) gibt zu bedenken, dass im Antrag der WHU ein Privatunternehmen möglicherweise unterstützt werde. Das sieht sie nicht ein. Die Christdemokraten stimmen der SPD in ihren Bedenken zu: „Wie soll das mit einem Fahrzeug an einem Standort funktionieren?“

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