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Streit ums Smartphone an der Schule

Henstedt-Ulzburg Streit ums Smartphone an der Schule

Von „Idiotentest“ und „absurden Verboten“ ist in einer Pressemitteilung des künftigen FDP-Landtagsabgeordneten Stephan Holowaty die Rede, in der er den Umgang der Gemeinschaftsschule Rhen mit Smartphones auf dem Schulgelände angreift. Sie hat die Nutzung von iPhone & Co. weitgehend untersagt.

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Die Gemeinschaftsschule Rhen hat strenge Vorschriften zur Nutzung von Smartphones an der Schule eingeführt.

Quelle: Ulf Dahl

Henstedt-Ulzburg. Vor einigen Tagen hat die Schule an Eltern und Schüler ein Schreiben versandt, in dem auf strikte Einschränkungen beim Handygebrauch an der Schule hingewiesen wird: Während der Schulzeit – von 7.40 bis 15 Uhr – dürfen auf dem Schulgelände keine Handys, Smartphones oder Musikabspielgeräte benutzt werden, ebenso wenig Kopf- und Ohrhörer. Ausnahme: wenn es von Lehrkräften ausdrücklich erlaubt ist. Darauf legt der Schulleiter Hanno Schmedes auch großen Wert: Denn Smartphones können durchaus Bestandteil des Unterrichts sein, wenn Lehrer es gestatten, etwa zu Recherchezwecken. Insofern ist nach Schmedes’ Ansicht die Formulierung in der FDP-Mitteilung vom „vollständigen Handyverbot“ schlicht nicht richtig.

Handy-Einschränkung ist Entscheidung der  Schulkonferenz

Holowaty, der auch FDP-Kreisvorsitzender ist, hält die Regelung an der Rhener Schule für realitätsfremd. Sie zeige, dass die Lehrer nicht in der Lage seien, „die tatsächliche Lebenswirklichkeit und moderne Mediennutzung in ihre pädagogischen Konzepte einzubauen“. Schmedes hingegen verweist darauf, dass der Handyregelung eine Entscheidung der Schulkonferenz mit nur einer Gegenstimme zugrunde liege, zu der eben nicht nur Pädagogen, sondern auch Eltern und Schüler gehörten. Diese Gemeinsamkeit ist Schmedes wichtig, er betont ohnehin das „familiäre Ambiente“ der relativ kleinen Gemeinschaftsschule mit ihren derzeit 385 Jungen und Mädchen.

Die Schule begründet ihre Handysperre unter anderem damit, dass „Grenzen des Anstands“ überschritten werden, indem Bilder, Videos und Kommentare aus dem Schulalltag ins Internet geladen werden. Jugendliche seien sich offenbar nicht bewusst, dass sie möglicherweise Persönlichkeitsrechte andere Menschen verletzen und damit gegen Gesetze verstoßen.

Beim ersten bis fünften Verstoß gegen die Handyvorschriften gibt es Einträge ins Klassenbuch und die Verpflichtung zu einer „LoS“-Stunde, in die sonst Unterrichtsstörer geschickt werden. Ab dem sechsten Mal soll der Schüler einen Termin bei der Ambulanten und Teilstationären Suchthilfe Kaltenkirchen wahrnehmen und nachweisen.

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