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WHU will Rewe derzeit nicht

Henstedt-Ulzburg WHU will Rewe derzeit nicht

Die Wählergemeinschaft für Bürgermitbestimmung in Henstedt-Ulzburg (WHU) reagiert verhalten auf die Pläne von Rewe Nord, den Unternehmenssitz bis 2025 in die Gemeinde zu verlegen. In einer Pressemitteilung spricht sich die WHU zum jetzigen Stand gegen das Vorhaben aus.

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Die Wählergemeinschaft WHU steht einer Ansiedlung von Rewe in Henstedt-Ulzburg skeptisch gegenüber.

Quelle: Rewe Group

Henstedt-Ulzburg. Der Handels- und Touristikkonzern hatte angekündigt, auf einem 21 Hektar großen Industriegrundstück die Verwaltung, ein Schulungs- und ein Logistikzentrum ansiedeln zu wollen. Durch den Umzug könnten knapp 1000 Arbeitsplätze geschaffen werden, hieß es von dem Unternehmen.

 Die WHU befürchtet, dass die Höhe der zu erwartenden Gewerbesteuer und die Anzahl der Arbeitsplätze geringer als angenommen sein werden. Sie moniert zudem, dass Fragen nach der Gewerbesteuer nur intern beantwortet würden. „Den Ortspolitikern wurden diese Zahlen in nichtöffentlicher Sitzung genannt“, sagte Gemeindevertreter Kurt Göttsch: „Wir dürfen sie allerdings nicht veröffentlichen.“ Daher könne die WHU ihre Bedenken auch nicht mit Fakten untermauern.

 Konkret befürchtet Wählergemeinschaft, dass sich die rund 1000 Arbeitsplätze überwiegend aus bestehenden Stellen zusammensetzen könnten, die aus anderen Standorten umverteilt werden. Auch würde die Auslagerung von Leistungen im Logistikbereich an externe Dienstleister – laut WHU teilweise mehr als ein Viertel – zu geringeren Gewerbesteuereinnahmen führen als erhofft.

 „Wir sollten nicht in die Gefahr von Minusgeschäften laufen, die uns kaum Steuern, aber viel Verkehr bescheren“, warnte Christof Jach von der WHU. Die kolportierte Gewerbesteuer von 250000 Euro im Jahr sei eine viel zu geringe Rendite aus der riesigen Fläche.

 Auch die Belastung der Gemeindestraßen durch den zusätzlichen Verkehr wird kritisiert. „Die Gemeinde würde auf den Folgekosten sitzen bleiben“, befürchtet Jach. Auch höhere Einnahmen aus der Einkommensteuer bewertet die Wählergemeinschaft als eher unrealistisch. „Wer bei Rewe arbeitet und zum Beispiel in Barmstedt, Norderstedt oder Quickborn wohnt, wird sicher nicht umziehen, damit wir die Einkommensteuer kassieren können“, erklärte Kurt Göttsch. Daher könne die Fraktion zum jetzigen Zeitpunkt einer Rewe-Ansiedlung nicht zustimmen. lti

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