16 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
Radwege: Wo hapert es noch?

Henstedt-Ulzburg Radwege: Wo hapert es noch?

Wie fahrradfreundlich ist die Gemeinde? Das möchte Bürgermeister Stefan Bauer von den Bürgern wissen und fordert sie auf, sich an einer Umfrage des Fahrradclubs ADFC zu beteiligen. 2014 gab es diese Untersuchung schon einmal, da belegte der Ort bundesweit Platz 170 von 292 Teilnehmern.

Voriger Artikel
Gummitier hilft Seelen trösten
Nächster Artikel
Feuerwehr braucht dringend Platz

Am AKN-Bahnhof in Henstedt-Ulzburg stehen Tag für Tag die Räder der Pendler. Radfahrer nutzen hier gern die Möglichkeit, auf das Auto zu verzichten.

Quelle: Nicole Scholmann

Henstedt-Ulzburg. Zusammen mit dem Bundesministerium für Verkehr werden Radler aus ganz Deutschland gebeten, die Städte und Gemeinden zu bewerten. „Der Test hilft, Stärken und Schwächen der Radverkehrsförderung zu erkennen“, meint Bauer, der in der Regel selbst mit dem Drahtesel zum Rathaus fährt.

 Vor zwei Jahren war die Umfrage schon einmal gelaufen. 99 Bürger aus Henstedt-Ulzburg hatten sich beteiligt und ihre Bewertung abgegeben. In ganz Deutschland belegte die Großgemeinde mit der Note 3,8 den 170. von 292 Plätzen. In Schleswig-Holstein schaffte es Henstedt-Ulzburg mit Platz 6 unter die Top Ten von 21 teilnehmenden Kommunen.

 Es kann nach dem Schulnotensystem bewertet werden. In der vorherigen Befragung 2014 wurde beispielsweise angegeben, dass die Radwege holprig und in schlechtem Zustand sind. Für deren Zustand gab es eine Durchschnittsnote von 4,6. Als positiv angesehen wird es, dass das Zentrum rund ums Rathaus mit dem Zweirad gut zu erreichen ist. Auch könne man zügig und direkt Ziele per Rad erreichen. Dennoch fand eine Mehrheit der Umfrageteilnehmer, dass die Wege zu schmal sind. Auch werde zu wenig Werbung für das Radfahren gemacht. Das hat sich 2015 geändert, denn die Gemeinde beteiligte sich an der Klimaaktion „Stadtradeln“, bei der die Bürger aufgefordert wurden, bewusst auf das Auto zu verzichten und sich aufs Rad zu schwingen. Auch in diesem Jahr war Henstedt-Ulzburg dabei.

 Einen Pluspunkt gab es dafür, dass Fahrräder einfach und preiswert in öffentlichen Verkehrsmitteln mitgenommen werden dürfen. In der AKN beispielsweise darf das Rad im HVV-Bereich kostenlos mitgeführt werden. Eine Ausnahme sind die Spitzenzeiten im Pendlerverkehr.

 Bürgermeister Bauer und der ADFC hoffen auf eine möglichst große Beteiligung an der 27-teiligen Umfrage, damit sie sehen, wo es noch hapert und wo alles in Ordnung ist. „Es besteht weiterhin großes Potenzial, das Radwegenetz auszubauen oder zu verbessern“, gibt Bauer zu. Im vergangenen Jahr wurde die Hamburger Straße auf gut zwei Kilometern saniert. Auch ein Stück des Radweges der Norderstedter Straße wurde erneuert.

 Bei der Online-Umfrage auf der Internetseite www.fahrradklima-test.de werden 27 Fragen zur Fahrradfreundlichkeit der Gemeinde gestellt. Zum Beispiel, ob das Radfahren in Henstedt-Ulzburg Spaß oder Stress bedeutet, ob die Radwege freigehalten werden und ob man sich als Radler sicher fühlt. Teilnehmen können Bürger bis zum 30. November. Den Winter über werden die Antworten ausgewertet. Im Frühjahr stehen die Ergebnisse fest. Der ADFC-Test findet zum siebten Mal statt.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Aktuelle Nachrichten aus der Segeberger Zeitung
Mehr aus Nachrichten aus Segeberg 2/3