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Ein paar Cent mehr pro Kilo helfen schon

Henstedt-Ulzburg Ein paar Cent mehr pro Kilo helfen schon

Ein Henstedt-Ulzburger und eine Kaltenkirchenerin sorgen seit vier Jahren dafür, dass sich ein Dorf von Kaffeebauern in Zentral-Kenia sozial und wirtschaftlich weiterentwickeln kann. Heinz Papenhagen sagt: „Das ist das Wichtigste: Hilfe zur Selbsthilfe geben.“

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Horst Schumacher (links), Muthoni Schneidewind und Heinz Papenhagen unterstützen die Kaffeebauern und deren Familien in der kenianischen Gemeinde Nyeri.

Quelle: Sylvana Lublow

Henstedt-Ulzburg. Zusammen mit dem Kaffeehändler Papenhagen hat die gebürtige Kenianerin Muthoni Schneidewind, die in Kaltenkirchen lebt, den Handel mit den Bohnen verändert und verbessert: Sie importieren den Kaffee direkt aus dem Dorf Nyeri, ohne Zwischenhändler.  „Wir zahlen für den Kaffee 20 Prozent über den Marktwert und dann noch 35 Cent pro Kilogramm zusätzlich. Dieses Geld wird hauptsächlich in die Sozialentwicklung des Dorfes gesteckt“, erklärt Papenhagen.

 Muthoni Schneidewind ist selbst Tochter von Kaffeebauern aus Nyeri. Trotz der Armut ihrer Eltern habe ihr Vater immer für eine gute Schulbildung seiner Kinder gesorgt. Muthoni Schneidewind hat einen Master in Internationalem Handel und lebt seit 2009 in Kaltenkirchen.

„Das Problem ist, dass die Kaffeebauern in Kenia ihren Kaffee nicht direkt verkaufen können, sie haben keinen Zugang zum internationalen Handel“, erklärt Schneidewind. Heute importieren sie und Papenhagen gemeinsam bis zu 45 Tonnen Kaffee jährlich. Rund 20000 Euro können so jährlich in das Dorf und die dort lebenden Menschen investiert werden.

Mittlerweile gibt es im Dorf Nyeri Elektrizität in den Lehmhütten durch Solarpaneele, die Hütten haben Wassertanks, in den Regenwasser aufgefangen wird, und Biogas kann vor Ort aus Kaffeebohnenabfall hergestellt werden. Es gibt gut eingerichtete Schulen und seit zwei Jahren auch eine Schulküche, in der die Kinder jeden Tag ein kostenloses Mittagessen erhalten.

Da kommt die Henstedt-Ulzburger „Monika und Horst Schumacher Stiftung“ ins Spiel. Sie zahlte zusätzlich 4000 Euro für eine Köchin, Hilfskräfte und das Essen für 160 Schüler für ein Jahr. Gerade hat die Stiftung den Unterhalt der Schulküche für ein weiteres Jahr übernommen.

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