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Neue Hoffnung nach Spendenaktion

Hilfe für Krebspatientin Neue Hoffnung nach Spendenaktion

Jolanta Schwarz (37) schöpft neue Hoffnung. Ein Zeitungsbericht über ihre Krebskrankheit, in dem sie von einer teuren Therapie berichtete, kam Bernd Schulz zu Gesicht. Eine von ihm organisierte Spendensammelaktion brachte einen großen Teil der benötigten Summe zusammen.

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Jolanta und Jan Schwarz hoffen auf Hilfe. Bernd Schulz hat die Aktion organisiert.

Quelle: Detlef Dreessen

Bad Segeberg. Brustkrebs mit Metastasen in Leber und Knochen – so lautete die Diagnose. Die Schulmedizin war am Ende. Doch ihr Mann Jan Schwarz recherchierte im Internet und entdeckte, dass in Japan ein Medikament erfolgreich angewendet wird. Weitere Recherchen brachten ihn zum Bad Segeberger Krebstherapeuten Wolfgang Ziese. Der kennt sich mit dieser und mit anderen Heilmethoden aus, die nicht von den Krankenkassen anerkannt sind.

 Doch das war für Bernd Schulz eine Herausforderung. „Sie hat eine Chance“, ist der Polizist überzeugt. Zudem hat er schon Erfahrung im Spendensammeln: für Wasserpumpen in Uganda, die Peter-Maffay-Stiftung und das Mädchen Lena, das beim Weihnachtsgottesdienst in der Bad Segeberger Katholischen Kirche vor einigen Jahren schwere Brandverletzungen davon trug. Zahlreiche Unternehmer hat er angesprochen – immer mit dem einen Argument: „Wir können nicht zugucken, wie eine Frau stirbt.“ Von den ersten 8000 Euro konnte im Februar eine Hyperthermie-Behandlung finanziert werden. Fieberhyperthermie, psychologische Hilfe, eine brasilianische Ernährungstherapie und Entgiften: Alles versucht die Bürokommunikationskauffrau. „Wenn ich mit der Hyperthermie fertig bin, kommt die Immotherapie.“

 „Es muss nicht helfen“, sagt Schulz vorsichtig. „So aber haben wir eine Chance. Sonst würde Frau Schwarz in paar Monaten nicht mehr da sein.“ Und selbst wenn es ihr nicht helfe: Die Kinder – zwei, drei und 15 Jahre alt – und ihr Mann bräuchten ebenfalls Geld. Doch Jolanta Schwarz ist voller Hoffnung. „Es wird alles gut. Während der Fußball-WM vor zwei Jahren war meine erste Behandlung. „Da hat Deutschland gewonnen, und da habe ich gesagt: Jungs, wenn ihr das schafft, schaffe ich das auch.“

 Ihr Mann berichtet von MRT- und CT-Bildern, die vor zwei Wochen angefertigt wurden. „Die lebensbedrohlichen Metastasen haben sich massiv zurückentwickelt, sagt der Onkologe in Hamburg. Das ist ein Riesenerfolg.“ 25000 Euro kostet die Behandlung insgesamt. 15000 Euro sind schon zusammen. Kommissar Schulz hat noch ein paar Spendenaktionen in petto. Etwa bei der Polizeischau in Hamburg. Auch die Nachbarskinder helfen beim Sammeln. „Es ist ein Kitzel, Leute zum Spenden zu bringen. Man lernt nette Menschen kennen.“ Damit alles finanziell seine Ordnung hat und Spenden von der Steuer abgesetzt werden können, unterstützt die Praxis ohne Grenzen von Dr. Uwe Denker die Aktion und dient als Spendenadresse. „Wir akzeptieren keine Quacksalber“, sagt Kassenwart Heinrich Schlue. Aber der Therapie von Jolanta Schwarz traue er den Erfolg zu.

 

Spendenkonto:

Praxis ohne Grenzen, IBAN: DE61212900160056800000, Spende für Jolanta Schwarz

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