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Klassenzimmer wurden zur stickigen Sauna

Hitzefrei in Bad Segeberg Klassenzimmer wurden zur stickigen Sauna

"Hitzefrei" nach der vierten Stunde: Die beiden Gymnasien und die beiden Gemeinschaftsschulen in Bad Segeberg stellten am Montag ihren Unterricht gegen 11 Uhr ein. Grund war eine drückende Schwüle, durch die es in manchen Klassenzimmern zu über 30 Grad Celsius kam.

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Das Städtische Gymnasium machte beim Thema "hitzefrei" am Montag den Anfang. Auch drei weitere Bad Segeberger Schulen entschieden sich, den Unterricht nach der vierten Stunde vorzeitig zu beenden.

Quelle: Archiv

Bad Segeberg. Solch ein flächendeckender Unterrichtsausfall ist in der Kalkbergstadt seit Jahren nicht mehr vorgekommen. Die Zeiten, in denen vom Bildungsministerium haarklein vorgeschrieben war, unter welchen Umständen der Unterricht ausfallen darf, sind nämlich vorbei. Seit dem 1. Oktober 2011 existiert ein „Erlass zum Ausfall von Unterrichtsstunden aufgrund besonderer Witterungsverhältnisse“. Nach dieser neuen Regelung dürfen die Schulleiter eigenständig entscheiden, ob sie die Schüler nach Hause schicken.

„Früher war das ein bestimmter Zeitpunkt, zu dem an einem schattigen Bereich der Schule mindestens 25 Grad Celsius erreicht sein musste“, erinnert Schulleiter Frank Ulrich Bähr vom Städtischen Gymnasium. „Wenn dieses Kriterium nicht erfüllt war, musste der Unterricht weiter erteilt werden.“

Rektoren haben bei Hitze jetzt freie Hand

An der Schule am Burgfeld hat es zuletzt im Vorjahr „hitzefrei“ gegeben, wie Rektor Bernd Falkenhagen erläutert. „Wir haben diese lange Fensterseite nach Süden – da strahlt voll die Sonne rein. Wir hatten in manchen Klassenräumen weit über 30 Grad Celsius und dazu diese schwül-warme Luft.“ Weder die Rollos vor den Fenstern noch offene Türen hätten daran irgendetwas ändern können.

Die Entscheidung der Schulen kam telefonisch an der Dahlmannschule an – und deren Direktorin Nele Degenhardt entschied, auch ihren Schülern freizugeben. Der historische Altbau bot noch ein erträgliches Raumklima, aber die Klassenzimmer von Unter- und Mittelstufe heizten sich auf. Wir hatten heute Klassenräume, die zu richtigen Saunen wurden.“

Frei hatten auch die Kinder und Jugendlichen an der benachbarten Gemeinschaftsschule am Seminarweg. „Es war nicht mehr auszuhalten“, schildert Rektorin Barbara Koop-Lehmann. „Wenn man dasitzt und den Schülern läuft der Schweiß die Stirn runter – das geht nicht.“

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