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Garten wie in der Kindheit

Stocksee | Park & Garden Garten wie in der Kindheit

Nicht die Gartenarchitekten und -designer, die Gärtnereien und Landschaftsbauer, sondern eine Hobbygärtnerin gewinnt den Gartenwettbewerb auf der Messe Park & Garden. Mit der Siegerehrung in der grünen Konkurrenz wurde am Donnerstag die viertägige Verkaufsschau auf dem Stockseehof eröffnet.

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Zierlauch setzt knallige Farbtupfer im „magischen Garten“ auf dem Stockseehof in Stocksee. Das Team Gartenzeit hatte ihn im vorigen Jahr angelegt und erhielt gestern dafür den Publikumspreis.

Quelle: Petra Stöver

Stocksee. Dazu strahlte wie bestellt die Sonne über das schöne Gelände mit den ansprechend dekorierten Ständen von rund 200 Ausstellern.

„Der Garten meiner Kindheit“ nennt Angelika Fabricius das kleine Stück Land, das sie so hergerichtet hat, wie es ihr Großvater kurz nach dem Zweiten Weltkrieg anlegte. Der war als Flüchtling nach Holstein gekommen und ernährte seine Familie aus eigenem Anbau. Saubohnen, Erbsen, Möhren, Erdbeeren, Schalotten, Rhabarber ... alles was schmeckt und satt macht stand in den Beeten. Ein kleiner Hühnerhof sorgte für das Frühstückei.

 Auf 120 Quadratmetern hat die heute 71-jährige Angelika Fabricius aus Dersau ihre Erinnerung in Beete gepflanzt. Selbst ein kleiner Geflügelstall mit lebenden Vögel findet seinen Platz. Als „Naivling“ sei sie an die Aufgabe herangegangen. Das Motto „Wie es Euch gefällt“ habe sie gereizt, sagte die Gärtnerin aus Liebe. Denn sie erfreut sich an der Gartenarbeit, und will die Erinnerung an die Nachkriegszeit wach halten.

 Die Jury sprach den zweiten und dritten Platz Entwürfen zu, die das Motto in Anlehnung an Shakespeare und Theater umgesetzt hatten. Prämiert wurde „Orlandos Zuflucht“ von Dirk Christian Schröder aus Rastorf sowie „Vorhang auf“ von Sandra Meyer und Gärtnerei Hennings. Die Pressejury hingegen setzte den Fabricius-Garten auf Platz 3 und Schröders „Orlando“ auf Platz 1.

 Der kühlen Witterung der Vorwochen geschuldet, wirken die fünf neuen Wettbewerbsgärten noch etwas kahl. In voller Pracht hingegen stehen die prämierten Anlagen aus den Vorjahren. Der Publikumspreis 2014 ging an das Team Gartenzeit, ein Zusammenschluss von Gärtnern aus dem Kreis Segeberg. Das Team hatte im vorigen Jahr einen „magischen Garten“ angelegt, der die meisten Stimmen erhielt. Rund 55000 Besucher waren im vorigen Jahr über das Gutsgelände geschlendert, 8214 hatten sich an der Abstimmung beteiligt. Unter all den Einsendern wurde gestern Kirsten Peters aus Oering als Hauptgewinnerin gezogen. Sie bekommt ein „Bobby-Board“, das ist eine Art Surfbrett mit Paddel und Segel, im Wert von 2500 Euro.

 Bis Ende September besteht jetzt Gelegenheit, die Gärten zu begutachten und zu bewerten. In den nächsten drei Tagen müssen sich die Gärtner die Aufmerksamkeit allerdings mit den 200 Ausstellern teilen, die die Messe auf dem Stockseehof mit erlesenen, schönen und anspruchsvollen Artikeln aus der Garten- und Countrykultur bestücken. Bei dem idyllischen Rundgang ist an jeder Ecke etwas Faszinierendes zu entdecken. Viele Pflanzen, Gartenmöbel, Accessoires, Kleidung, Kunsthandwerk und Leckereien sind unter anderem im Angebot.

 Wie es 2016 weitergeht mit dem Gartenwettbewerb steht noch nicht fest. Ein Motto gaben Ulrike und Dr. Georg F. Baur als Veranstalter jedenfalls noch nicht aus. Am Konzept wird noch gefeilt. „Ideen pflücken“, so das Motto der Messe seit 16 Jahren, kann man aber im nächsten Jahr wieder auf dem Stockseehof.

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