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Rathaus muss Umweltpapier nutzen

Bad Bramstedt Rathaus muss Umweltpapier nutzen

Die Stadtverwaltung darf künftig nur noch Recyclingpapier benutzen. Was eigentlich keine große Sache ist, sorgte in der Stadtverordnetenversammlung dennoch für lebhafte Diskussion.

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Jan-Uwe Schadendorf konnte sich mit seinem Antrag durchsetzen.

Quelle: Einar Behn

Bad Bramstedt. SPD-Stadtverordneter Jan-Uwe Schadendorf sagte, um die Ziele der Klimakonferenz von Paris zu erreichen, sei die Mitwirkung aller erforderlich, auch der Gemeinden. Und das Recyclingpapier sei ein Beitrag zur Vermeidung des klimaschädlichen CO2-Gases. In der schriftlichen Begründung weißt der SPD-Kommunalpolitiker darauf hin, dass im Jahr 1950 jeder Deutsche im Jahr 32 Kilogramm Papier verbrauchte, 2008 waren es 250 Kilo. Die damit einhergehende Waldvernichtung habe zur Klimaerwärmung ebenso beigetragen, wie die gewachsene Holz- und Zellstoffindustrie.

 Schadendorf erinnerte daran, dass die Landesbehörden schon seit 1997 angewiesen seien, das Umweltpapier zu benutzen. „Probleme, beispielsweise mit Kopiergeräten, wie sie früher bestanden, gibt es seit Langem nicht mehr.“

 In der Stadtverordnetenversammlung bekannten sich Sprecher aller Parteien als Befürworter des Umweltpapiers. Dennoch versuchte Bürgermeister Hans-Jürgen Kütbach die Einführung zu bremsen. Er schlug vor, dass sich zunächst die Fachausschüsse mit dem Thema befassen und mehr Informationen gesammelt werden. „Recyclingpapier ist nicht immer besser als herkömmliches“, so der Rathauschef. Unterstützung bekam er vom seinem Stellvertreter, dem CDU-Stadtverordneten Burkhard Müller. „Wir sollten auch den Personalrat der Stadtverwaltung mit ins Boot nehmen und nicht über die Mitarbeiter hinweg entscheiden.“ Müller beantragte die Verweisung des Themas in die Ausschüsse.

 Verständnis für diese Verzögerung hatte aber nur die dreiköpfige FDP-Fraktion. Selbst die CDU unterstützte Müller nicht und votierte für die sofortige Umsetzung. ben

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