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Reihenhäuser für Milan und Adler

Erlebniswald Trappenkamp Reihenhäuser für Milan und Adler

Die Flugschau im Erlebniswald Trappenkamp wird im nächsten Jahr noch attraktiver. Falkner Damm will dann auch seltene Milane einsetzen. Zurzeit wird an der Flugwiese kräftig gebaut.

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Unter den Augen von Erlebniswaldleiter Stefan Mense (von links) durfte der stellvertretende Direktor der Schleswig-Holsteinischen Landesforsten, Lutz Boucsein, einen Weißkopfseeadler von Falkner Dietmar Damm auf die Hand nehmen.

Quelle: Detlef Dreessen

Daldorf. Kaninchen und Hühner züchten, das können viele. Doch beim Roten Milan für Nachwuchs zu sorgen, ist schon eine andere Hausnummer. Im Greifvogelzentrum der Landesforsten soll aber genau dies im kommenden Jahr geschehen. Die seltenen Vögel werden Teil der Flugschau im Erlebniswald Trappenkamp.

 Drei rote und zwei schwarze Milane, die teilweise auf dem Rücken fliegend Fleischhappen einfangen, während sie über den Köpfen der Zuschauer hinweg fliegen: Dieses Schauspiel hat Falkner Dietmar Damm schon vor Augen. „Die fressen sogar im Fliegen und fangen dann gleich den nächsten“, berichtete er am Donnerstag bei einer Begehung des Falknereigeländes im Erlebniswald. Eine Reihenhaussiedlung mit 20 Volieren, sechs davon zur Aufzucht des Greifvogelnachwuches, entsteht dort am Rande der großen Flugwiese. Nicht nur Milanen, auch Adlern und Eulen will Damm dort gute Voraussetzungen zur Vermehrung bieten.

 Seit 2008 leitet Damm die Falknerei im Erlebniswald, Falkner ist er schon weitaus länger. Daher weiß er, wie er Männlein und Weiblein optimal zusammen bringt. „Erst einmal durch einen Zaun einander anschauen lassen“, erklärt er. So hat Seeadler „Rocker“, zehn Jahre lang Star der Flugschau, den Geschmack auf ein weibliches Pendant gefunden. Die Dame, mit der er vermählt wird, werde aber in den kommenden Tagen erst noch gekauft, berichtet Damm. Aus Bayern und Österreich holt er 14 weitere Greifvögel, um seine Schau mit zu vervollkommnen. Neben Zuchtvögeln auch ein paar neue Showstars wie Königsbussard, Steppenadler und einen Gänsegeier. „Den Gänsegeier wollen wir vom Team-Tower aus starten lassen. Das wird ein tolles Bild mit seinen 2,70 Metern Spannweite“, kündigt der Vogelspezialist an.

 Auf vier Hektar können Damm, seine Ehefrau Brigitte und Mitarbeiter die Falken, Adler, Uhus, Bussarde und andere Vögel trainieren und den Besuchern des Erlebniswaldes vorführen. Die Fläche hat er von den Landesforsten gepachtet. Zudem wurde ein Kooperationsvertrag abgeschlossen, so dass die Landesbehörde sich rühmen kann, ein Greifvogelzentrum zu besitzen. In diesem geht es nicht nur um das Vergnügen der Besucher, sondern auch um Naturschutz. So hilft Damm durch Zucht und Auswilderung den Bestand der Greifvogelpopulationen zu erhalten und auszubauen.

 Lutz Boucsein, stellvertretender Direktor der Landesforsten, war dann am Donnerstag bei einer Besichtigung der Anlagen recht zufrieden. Aus einem anderen Grunde ist Stefan Mense, Leiter des Erlebniswaldes begeistert. Die Flugschau ist ein Renner bei den Besuchern der Einrichtung. Jedes Jahr schauen sich 70000 Menschen die Schau an, das sind zwei Drittel der Erlebniswaldbesucher.

 Die 800 Sitzplätze fassende Arena ist vor allem in den Ferien meistens gefüllt. Darum wird in den Herbstferien ab Montag, 19. Oktober, eine dritte Flugschau pro Tag angeboten. Greifvögel und Eulen starten dann täglich um 11, 13 und 15 Uhr.

 Am 31. Oktober endet die Saison. Die 53 Schauvögel bekommen dann ein paar Monate lang reichlich Futter, damit sie gut über den Winter kommen. Anders als für sie ist für Dietmar Damm die Arbeit dann noch lange nicht vorbei. Während zukünftige Eltern in den Volieren zarte Liebesbande knüpfen, geht es mit anderen Vögel um Leben und Tod. Damms Greifvögel werden dann zur Vergrämung von Taube, Möwe und Krähe auf Firmengeländen eingesetzt. So etwas ist aber keine Arbeit für seine Flugstaffel. „Das ist eine andere Truppe“, stellt Damm klar. Während sich die Schauvögel um nichts als das Futter auf der Hand ihrer Trainer kümmern und ihnen auch gerne eine Taube vor dem Schnabel vorbei fliegen kann, gehen die Jagdvögel sofort auf die Pirsch. „Aber auch sie“, sagt Dietmar Damm, „sind bisher immer zurück gekommen.

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