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Wo Mütter gute Tipps erhalten

Stillcafé in Kisdorf Wo Mütter gute Tipps erhalten

Krankheitsbedingt gab es in der „Olen School“ an der Straße Sengel 15 einige Monate lang kein Stillcafé. In dieser Woche ist es nun unter neuer Leitung wieder angelaufen. Die Gruppe darf gerne noch größer werden.

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Das Stillcafé wird jetzt von Susanne Wethje (von links) geleitet. Zum ersten Treffen kamen Liana Tatar aus Kisdorf mit ihrer Tochter Anna sowie Tanja Haselau aus Kaltenkirchen mit ihren Kindern Lilly und Pauline. Susanne Wethje brachte ihren Sohn Thilo mit. Weitere Müter und Kinder sind herzlich willkommen.

Quelle: Isabelle Pantel

Kisdorf. Mehrere Jahre lang wurde das Stillcafé des Deutschen Kinderschutzbundes von der Laktationsberaterin Martina Jenning geleitet. Als Nachfolgerin baute sie Susanne Wethje auf. Die Kaltenkirchenerin ist Mutter von drei Jungen und hat daher eine Menge Erfahrung mit Kleinkindern. Ihr Wissen möchte sie an andere Mütter weitergeben.

 Die Gruppe trifft sich mittwochs von 9.30 bis 11.30 Uhr. In erster Linie richtet sich das Angebot an Säuglinge und ihre Mütter. „Aber selbstverständlich dürfen auch gerne ältere Geschwisterkinder mitgebracht werden“, sagt Susanne Wethje. Während die Allerkleinsten im Arm der Mutter schlafen oder sich mit Milch stärken, können die Geschwister spielen. Denn Spielsachen gibt es im Gruppenraum in Hülle und Fülle.

 Der Sinn des Cafés besteht darin, Kinder miteinander in Kontakt zu bringen und gleichzeitig den Müttern die Möglichkeit zu geben, sich untereinander auszutauschen. Schließlich treten mit der Geburt eines Babys viele Fragen auf: Welche Pflegemittel braucht ein Kleinkind und welche sind überflüssig? Wann sollte Beikost eingeführt werden? Was tun, wenn das Kind keinen Brei möchte? Wie können Eltern Probleme beim Zahnen in den Griff bekommen?

 Aber auch bei Fragen rund ums Stillen kann Susanne Wethje anderen Müttern zur Seite stehen. „Es ist normal, dass eine Frau dabei auch Krisen erlebt und sich selbst hinterfragt“, meint sie. Dann könnten ein Gespräch sowie der ein oder andere Tipp helfen.

 Das Stillcafé, an dem selbstverständlich auch Flaschenkinder teilnehmen dürfen, ist für den Kinderschutzbund eine Herzensangelegenheit. Für viele Mütter ist es das erste Angebot, das sie mit ihren Babys wahrnehmen. Sind die Kinder älter, können sie dann in die Spielgruppen wechseln. Es gibt mehrere offene sowie zwei begleitete Gruppen, die von Monika Becker geleitet werden. Mütter und Kinder treffen sich dienstags von 9.30 bis 11.30 Uhr und freitags ab 15 Uhr. Manchmal sind auch Großmütter dabei. „Jeder ist willkommen“, sagt Angelika Hamm, die zweite Vorsitzende des Kinderschutzbundes in Kisdorf.

 Die Teilnehmer kommen nicht nur aus dem Dorf, sondern auch aus Kaltenkirchen, Henstedt-Ulzburg und weiteren Gemeinden der Umgebung. Wer sich einer der Gruppen anschließen möchte, wird Mitglied im Kinderschutzbund. Für einen Jahresbeitrag von 25 Euro können dessen Angebote dann genutzt werden.

 Entstanden ist der Kisdorfer Ortsverein im Jahr 1973. Treibende Kraft war Urte König, die auch für fast vier Jahrzehnte den Vorsitz führte. Ihr Hauptanliegen war es, Jungen und Mädchen eine gewaltfreie und schöne Kindheit zu ermöglichen. Mit einer Spielgruppe fing die Arbeit an. Später kamen Bastelkurse, Spielabende, Müttertreffs oder auch die Spielothek zur Ausleihe von Gesellschaftsspielen hinzu. Im Laufe der Jahre wurden die Angebote immer wieder variiert und dem aktuellen Bedarf angepasst. So gibt es inzwischen auch eine gut sortierte Kleiderkammer sowie donnerstags von 12.30 bis 13.30 Uhr einen Mittagstisch. Er wird jede Woche von 15 bis 20 Kindern und Erwachsenen genutzt. Die Köchinnen arbeiten ehrenamtlich; kommen darf jedermann. „Damit wir besser planen können, bitten wir aber um Anmeldungen“, sagt Angelika Hamm. Kinder werden kostenlos verköstigt, Erwachsene zahlen 2 Euro.

 Beliebt sind seit vielen Jahren auch die Märkte des Kinderschutzbundes. Der nächste, ein Frühjahrsmarkt, findet morgen von 12 bis 17 Uhr in der „Olen School“ statt. Es wird eine Kleider- und Pflanzenbörse sowie eine Reihe von Flohmarktständen geben. Kaffee und selbst gebackene Kuchen können in der Cafeteria gekauft werden.

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