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Container für 800 Flüchtlinge

Levo-Park Bad Segeberg Container für 800 Flüchtlinge

Eigentlich war es angesichts des Zustroms von Flüchtlingen nach Schleswig-Holstein nur eine Frage der Zeit, bis sich der Blick der Behörden auch auf Bad Segeberg richten würde. Nun ist es soweit: Die Landespolizei hat bei den Verantwortlichen des Levo-Parks angefragt, ob dort kurzfristig Container aufgestellt werden könnten.

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Wenn die Container für die Flüchtlinge kommen, sollen sie nach Möglichkeit auf dem Sportplatz der früheren Lettow-Vorbeck-Kaserne aufgestellt werden.

Quelle: Gerhard Küfner

Bad Segeberg. Nach Informationen der Segeberger Zeitung ist derzeit eine Größenordnung von etwa 800 Menschen im Gespräch.

 Levo-Park-Geschäftsführer Sven Borchers bestätigte auf Anfrage am Dienstag Gespräche mit den Behörden und betonte auch die grundsätzliche Bereitschaft, den gewünschten Platz zur Verfügung zu stellen. „Wir sehen das vor dem Hintergrund der aktuellen Situation als gesellschaftliche Pflicht, der man sich nicht verweigern darf“, sagte er. Der Eigentümer des Areals, Uli Wachholtz, habe ebenfalls sofort zugestimmt, die notwendigen Voraussetzungen zu schaffen. „Dabei wurde uns gegenüber von Anfang an klargestellt, dass wir auch Nein sagen können.“

 Für die Geschäftsführung ist es laut Borchers allerdings von zentraler Bedeutung, das Container-Dorf weitgehend vom restlichen Betrieb im Park zu trennen; da stehe man bei den Mietern in der Verantwortung. Ihm und Wachholtz schwebt der weitgehend ungenutzte Sportplatz als Standort vor. „Der Zugang könnte dann durch das Nordtor in Richtung Fahrenkrug erfolgen.“ Es müsse vermieden werden, dass der gesamte Verkehr später durch den Haupteingang an der Bramstedter Landstraße (B206) fließt.

 Wie Sven Borchers der SZ erklärte, hat es zum Thema Unterbringung von Flüchtlingen Anfang des Jahres bereits Kontakt zur Stadt Bad Segeberg gegeben. „Die Verwaltung hatte damals allerdings die seit dem Abzug der Bundeswehr im Jahr 2008 leerstehenden Kompaniegebäude im Auge.“ Es sei jedoch ein Trugschluss zu glauben, die Blocks seien allesamt mit Wasser sowie Heizung erschlossen und quasi direkt bezugsfertig. „Es würde einen sehr großen Aufwand bedeuten, die Räume soweit herzurichten, dass dort Menschen einquartiert werden können.“

 Die aktuellen Planungen gehen davon aus, dass die notwendige Infrastruktur in etwa drei Wochen zur Verfügung steht. Zwar ließen sich die Container laut Borchers innerhalb von 24 Stunden aufbauen; doch auch die Polizei muss sich entsprechend vorbereiten – vor allem personell. Auf dem Gelände soll nämlich, wie in anderen Aufnahmeeinrichtungen bereits geschehen, ein feste Wache mit mehreren Beamten eingerichtet werden, die rund um die Uhr vor Ort sind. Schließlich liegt der Levo-Park recht abgelegen, und nach Feierabend hält sich dort kaum noch jemand auf.

 Aus der Sicht von Sven Borchers lässt sich das alles lösen. Und eines ist ihm dabei wichtig, wie er im Gespräch mit der SZ betonte: „Wir wollen mit der Unterbringung kein Geld verdienen“

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