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Neue Chancen für Windparks

Im Norden des Kreises Segeberg Neue Chancen für Windparks

Viele neue Eignungsflächen für mögliche Windparks enthält ein aktueller Plan des Landes. Sie liegen fast alle nördlich der Linie Kaltenkirchen-Leezen. Es handelt sich um einen vorläufigen Entwurf, bremst Kreisplaner Frank Hartmann. Der Vorbehalt hält Investoren nicht davon ab, sich Flächen zu sichern.

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In Pronstorf beim Ortsteil Wulfsfelde wird derzeit schon an neuen Windkraftanlagen gebaut. Nun hat das Land in einem vorläufigen neuen Plan auch Eignungsflächen in den Ortsteilen Diekhof und Strenglin entdeckt.

Quelle: Gerrit Sponholz

Kreis Segeberg. Eine Firma schloss für Grund und Boden bei Traventhal Pachtverträge mit den Landeignern ab. Die Gemeindevertretung stimmte dem Bau von sieben Masten zu. Vierzehn Masten sollen zwischen Struvenhütten und Todesfelde installiert werden. Auch in Bühnsdorf planen Investoren Anlagen. Neue Flächen finden sich auch östlich von Todesfelde, zwischen Leezen und Mözen, zwischen Klein Rönnau und Tensfeld, westlich von Travenhorst, Wahlstedt und Rickling.

 Die Landesplanungsbehörde betont, dass ihre Karte „Abwägungsbereiche für Windenergienutzung“ nur vorläufig sei: „Sie dient als Anhaltspunkt.“ Und als Vorbereitung für die neue Regionalplanung. Die alte war vom Oberverwaltungsgericht 2015 gekippt worden. Deshalb muss das Land nun neu planen und die geeigneten Flächen herausfiltern, erklärt Kreisplaner Hartmann. In einem ersten Schritt hatte das Land Ende 2015 alle Gebiete mit Siedlungen, Wald und Naturschutzflächen für tabu erklärt. In der zweiten Stufe werden nun 37 weitere Abwägungskriterien eingearbeitet. So muss etwa Abstand zu Wäldern, Dörfern und Städten gehalten werden. Auch künftige Neubaugebiete nimmt das Land aus der Liste.

 Zu den Kriterien zählt auch der „charakteristische Landschaftsraum“, der erhalten werden soll. Die Überprüfung dazu läuft noch, sagt Hartmann. Das Land habe ein Gutachten in Auftrag gegeben. Die Folge: „Es könnten Flächen wieder herausfallen.“

 Zu bedenken sei auch, dass Windkrafträder keine Radaranlagen stören dürfen, sagt Hartmann. So sei in Seedorf der Bau eines neuen Drehfunkfeuers der Flugsicherung geplant. Der Umkreis von 15 Kilometern dieser Navigationsanlage für Flugzeugpiloten und Fluglotsen sei für Masten in der Regel tabu. Bei Rickling könnte der Bauboden zu morastig für schwere Masten sein.

 Den endgültigen Entwurf für Vorrangflächen wird das Land im Juni vorlegen, sagt Kreisplaner Frank Hartmann.

 Nicht mehr gelistet sind auch schon geplante Anlagen, etwa jene bei Groß Niendorf. Dort war die Planung von Investoren für den Bau von drei Windkraftanlagen schon weit gediehen. „Die Fläche ist vorläufig raus“, sagt Martin Schmidt, Pressesprecher des Landesamtes für Landwirtschaft, Umwelt und Ländliche Räume. „Das ist aber noch nicht abschließend.“

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