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Wagner hat gute Karten

Wahlkreis Segeberg/Stormarn Wagner hat gute Karten

Vier Kandidaten für den SPD-Bundestagswahlkreis stellten sich bei einer öffentlichen Vorstellungsrunde in Bad Segeberg vor. Nach 22 Jahren im Bundestag kandidiert Franz Thönnes nicht wieder. Favorit der Diskussionsgäste in einer unverbindlichen Abstimmung war Alexander Wagner aus Westerrade.

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Gleich vier SPD-Kandidaten mit (von links) Alexander Wagner, Mahmut Cinar, Udo Fröhlich und Martin Ahrens wollen für den Wahlkreis Segeberg/Stormarn-Mitte in den Bundestag einziehen.

Quelle: Harald Becker

Kreis Segeberg. Um seine Nachfolge im Wahlkreis Segeberg/Stormarn-Mitte bemühen sich Alexander Wagner, Martin Ahrens, Udo Fröhlich und Marmut Cinar. Die Gäste des Abend wählten am Ende ihren Favoriten: Wagner lag mit 16 Stimmen ganz vorn, dahinter Udo Fröhlich mit sieben und Martin Ahrens mit fünf Stimmen. Mahmut Cinar ging leer aus.

 Alle vier kommen aus dem Kreis Segeberg: Ahrens aus Hüttblek und Wagner aus Westerrade gehören der SPD-Kreistagfraktion an, Mahmut Cinar ist im Ortsverein Norderstedt Beisitzer im Vorstand. Udo Fröhlich war von 1997 bis 2003 Bürgermeister in Bad Segeberg und arbeitet als Geschäftsführer der Piratenpartei im Kieler Landtag. Die Moderation des Abends übernahm Dirk Stock, stellvertretender SPD-Kreisvorsitzender.

 In der Vorstellungsrunde nahm sich Wagner der großen Politikfelder an, Ahrens legte den Schwerpunkt auf seine persönliche Vita. Cinar appellierte, „alles genau zu beleuchten und darüber in Arbeitskreisen zu beraten“. Fröhlich fordertet die inhaltliche Diskussion: „Mehr Gerechtigkeit wagen ist eben kein Neuland. In den 70er Jahren hatte dies besser geklappt.“ Die Fragen der knapp 40 Anwesenden drehten sich um Flüchtlings- und Türkei-Politik, um Digitalisierung, Steuergerechtigkeit und Arbeitsmarktpolitik.

 Der 38-jährige Martin Ahrens, von Beruf Bilanzbuchhalter, ist seit 2006 SPD-Mitglied und stellvertretender Fraktionsvorsitzender im Kreistag. Seine Kritik galt der Bundesregierung: „Die aktuelle Politik macht unseren Staat in vielerlei Hinsicht nur ärmer und die Reichen reicher.“ Vergleichsweise neu auf der politischen Bühne ist Mahmut Cinar (34). Der studierte Soziologe, der als Dozent arbeitet, hat seit einem Jahr das SPD-Parteibuch. Sein Ziel: die Integration in den Arbeitsmarkt zu beschleunigen. Udo Fröhlich (60), seit 1971 in der SPD, forderte, Hartz IV und Steuergeschenke für die Unternehmen abzuschaffen. „Wichtig ist für mich, Haltung zu bewahren, nicht um jeden Preis zu regieren. Notfalls bedeutet dies auch, in die Opposition zu gehen.“ Alexander Wagner (29) leitete 2008 bis 2015 das Wahlkreisbüro von Thönnes, wechselte dann als persönlicher Referent des Landesministers Reinhard Meyer.

 Wagner forderte, „die SPD muss wieder zur Arbeiterpartei werden“. Eine Rot/Rot/Grüne-Bundesregierung würde er bevorzugen, sagte er in Bad Segeberg, aber „eine Regierung mit der SPD ist jedenfalls besser als ohne“. Udo Fröhlich monierte: „Das ist ein Freifahrtsschein für eine Fortführung der großen Koalition.“

 Zumindest bei den jungen Sozialdemokraten hat Alexander Wagner die Nase vorn. 64,2 Prozent wollen ihn als Direktkandidaten für die Bundestagswahl 2017 im Wahlkreis Segeberg/Stormarn-Mitte. Das war das Ergebnis einer Abstimmung während einer gemeinsamen Kreisvollversammlung der Jungsozialisten aus Segeberg und Stormarn in Bad Oldesloe. Für Udo Fröhlich aus Bad Segeberg sprachen sich 21,4 Prozent der über anwesenden 30 Jusos aus, für Mahmut Cinar aus Norderstedt und Martin Ahrens aus Hüttblek jeweils 7,1 Prozent, teilten die Segeberger Jusos mit. Gewählt wird der Direktkandidat von der SPD am 2. November in Henstedt-Ulzburg.

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