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Brunftzeit im Wildpark

Eekholt Brunftzeit im Wildpark

Die Konkurrenz ist groß – und jeder will gewinnen. Im Hauptrudel des Wildparks Eekholt in Großenaspe werben derzeit acht Rothirsche um die Gunst der 20 Kühe. Die Brunftzeit hat begonnen. Noch bis 4. Oktober gibt es täglich Führungen zum Thema.

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Hirsche im Hauptrudel des Wildparks Eekholt kämpfen derzeit um die Gunst der Weibchen.

Quelle: Rainer Krüger

Großenaspe.. 16 Besucher schauten sich am Sonntagabend mit Wildtierökologin Britta Adam die Brunft an. Einen Favoriten für den Posten des Platzhirsches gibt es schon. Der neunjährige Theo hat schon zum Auftakt der Paarung alle Kühe gut im Blick. Schon 2014 war er das dominierende Tier gewesen. „Man merkt, dass er Erfahrung hat“, sagt Adam. Und erklärt auch, warum der kapitale Bulle als gerader 22-Ender bezeichnet wird. „Man nimmt die Geweihstange mit den meisten Enden mal zwei. Weil Theo an beiden Stangen elf hat, ist er ein gerader 22-Ender. Hätte er an einer Seite weniger, müsste er ungerade genannt werden“, verrät sie das Zählsystem.

 Natürlich weiß sie auch, wer Theo den Rang streitig machen könnte: Klaus-Henry. Mit seinen sechs Jahren ist der ungerade 22-Ender gut in Form. Auch der achtjährige Claudius muss beachtet werden. Allerdings hat der eine besondere Strategie. „2014 hat Claudius gewartet, bis die anderen Hirsche miteinander beschäftigt waren. Erst dann hat er sich an die Kühe heran gemacht. Es kommt also nicht nur auf Kraft, sondern auch auf Köpfchen an“, wertet Adam aus.

 Während die Rothirsche in Freiheit schon seit gut zwei Wochen in der Brunft sind, läuft sie im Wildpark jetzt erst richtig an. Wie bei der Führung zu sehen ist, haben die Hormone noch nicht ganz die Kontrolle übernommen. „Die Hirsche riechen, wenn eine Kuh empfangsbereit ist. Das ist sie nur zwei bis drei Tage lang. Noch fressen die großen Hirsche gemeinsam am Trog. Das wäre nicht so, wenn ein Weibchen brünftig wäre“, weiß die Expertin. Doch auch wenn die kapitalen Bullen noch nicht aufeinander losgehen, laufen bei den drei- und vierjährigen Hirschen schon intensive Positionskämpfe. Und auch Theo lässt sich schon zu einem kräftigen Röhren hinreißen.

 Wenn er ruft, ist auch sein Vorgänger als Platzhirsch ganz Ohr. Der 17-jährige Gustav, ein ungerader 24-Ender, greift allerdings nur noch akustisch ins Geschehen ein. Weil er in seinem Alter nicht mehr konkurrenzfähig wäre, hat ihm die Wildparkleitung 2014 ein eigenes Rudel gegeben. So führt Gustav jetzt im Blesswildrudel mit zehn Kühen das Regiment. Beim Blesswild handelt es sich um eine speziell gezüchtete Rothirschvariante. Obwohl Gustav keine Blesse hat, soll er das Blut auffrischen. Der Grund: „Unsere Blesshirsche Christian und Johannes waren bei der Fortpflanzung nicht sehr erfolgreich. Dank Gustav gibt es dieses Jahr wieder fünf Kälber und davon haben immerhin zwei eine Blesse“, berichtet Adam.

 Die Ruhestandslösung für Gustav findet Besucher Hartmut Heinrich (65) sympathisch. Der Bad Schwartauer kommt seit vier Jahren zu den Brunftführungen. Sein Platzhirschkandidat ist Theo. Doch bleiben Zweifel. „Ich komme bestimmt noch ein zweites Mal, um zu sehen, wie es sich im Hauptrudel entwickelt hat.“

 Die Führungen zur Rotwildbrunft starten bis Sonntag, 4. Oktober, täglich um 17 Uhr am Eingang des Wildparks. Die Teilnahme ist im Eintrittspreis (9 Euro für Erwachsene) enthalten.

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