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Kita-Gebühren steigen, Essenspreis bleibt stabil

Bad Bramstedt Kita-Gebühren steigen, Essenspreis bleibt stabil

Die Stadtverordnetenversammlung hat die Anhebung der Kindergartenbeiträge der Eltern endgültig beschlossen. Sie vollzog einen Schritt des Sozialausschusses nach, der die neuen Sätze Anfang September bereits festgelegt hat. Die Erhöhungen sind relativ moderat.

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Auch für die Kita Sommerland steigen die Beiträge.

Quelle: Sylvana Lublow

Bad Bramstedt. Unverändert bleibt die Zuzahlung der Eltern für die Mittagsverpflegung von 2,50 Euro. Allerdings kündigte die CDU an, sich im nächsten Jahr für eine Erhöhung einzusetzen.

 Die neuen Elternbeträge gelten bereits ab diesem Monat. Die Stadt will stufenweise einer Richtlinie des Kreises Segeberg nachkommen, wonach die Eltern 30 Prozent der Kosten tragen sollen. Die übrigen 70 Prozent werden vor allem von der Stadt, zum kleineren Teil auch vom Land und Kreis gedeckt. Ab Oktober steigt der Kostendeckungsgrad auf 25 Prozent, im nächsten Jahr auf 28 und 2018 auf 30 Prozent.

 Da die Träger der Kitas eine Vielzahl von Betreuungszeiten anbieten, beschloss die Stadtverordnetenversammlung nun eine Berechnungsformel, mit der jetzt die 25-Prozent-Deckung und ab 2017 die 30-Prozent-Deckung im Kindergarten (Kinder über drei Jahre) erreicht wird. Ein 20-Stunden-Platz verteuert sich bis 2017 um 6 Euro monatlich, ein 40-Stunden-Platz um 47 Euro. Auch ungewöhnliche Stundenzahlen können damit berechnet werden. So kostet zum Beispiel ein 15-Wochenstunden-Platz 75,51 Euro, der Elternbeitrag für 47,5 Wochenstunden beträgt 239,11 Euro und für einen 50-Stunden-Platz 251,70 Euro.

 Für die Krippenplätze (unter drei Jahre) wurde, nachdem es im Sommer heftige Elternproteste gegeben hatte, auf die 30-Prozent-Deckung verzichtet. Sie hätte bedeutet, dass ein Ganztagskrippenplatz die Eltern fast 400 Euro im Monat gekostet hätte. Krippengruppen sind deutlich teurer als Kindergartengruppen, weil sie bei gleicher Mitarbeiterzahl nur 10 statt 20 Kinder aufnehmen dürfen. Mit der nun beschlossenen Regelung kommen monatliche Beitragssteigerungen zwischen 40 und 60 Euro auf die Eltern zu. Ein 40-Wochenstunden-Krippenplatz kostet nun ab Oktober 256 Euro, ein 25-Stunden-Platz 175 Euro.

 Die SPD lehnte die Erhöhung als einzige Partei ab. Sie kritisierte vor allem, dass die Beiträge für Krippenplätze im Vergleich zu den Kindergartenplätzen (über drei Jahre) unverhältnismäßig steigen. „Wir schichten die Kosten zu Lasten der Krippenkinder um“, sagte SPD-Stadtverordneter Jan-Uwe Schadendorf.

 Unverändert bleibt der Preis für das Mittagessen der Kinder bei 51 Euro im Monat. Das entspricht rund 2,50 Euro pro Mahlzeit. Die Stadt muss rund 60000 Euro im Jahr zuschießen, um diesen Preis aufrechtzuerhalten. Angesichts der nach wie vor schlechten Finanzlage der Stadt sei das zu viel, kritisierte Volker Wrage (CDU). „Im nächsten Jahr müssen werden wir eine Erhöhung beantragen.“ Unterstützung kam von der FDP. Anja Schuppe hält eine „moderate Erhöhung auf 3 Euro“ für zumutbar: „Alles wird teurer und wir haben ja auch die Qualität des Essens gesteigert.“

 Das wollte SPD-Fraktionssprecher Bodo Clausen nicht stehen lassen. „In den Kitas ist die Qualität überhaupt nicht verbessert worden“, sagte er. Die SPD werde einer Erhöhung nicht zustimmen. „Das Essen sollte in der Kitas eigentlich kostenlos sein“, ergänzte der SPD-Stadtverordnete Dr. Manfred Spies.

 Fritz Bredfeldt (Bündnis 90/Grüne) plädierte dafür, „die Anbieter in die Pflicht zu nehmen“. Für die Essenslieferanten gebe es keine Obergrenze, sie könnten nehmen, was sie wollen, die Stadt gleiche das Defizit aus. „Wer beim Kochen spart, ist dumm“, sagte Bredfeld. Er forderte die Stadtverwaltung auf, klare Preisobergrenzen festzulegen.

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