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Alltagslotsen für Flüchtlinge

Großenaspe Alltagslotsen für Flüchtlinge

Zurzeit leben 60 Flüchtlinge in Großenaspe, darunter 17 Kinder. Um sie will sich eine Gruppe von „Alltagslotsen“ kümmern, die dringend weitere Helfer sucht.

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Holger Altenscheid leitet die Projektgruppe „Flüchtlinge in Großenaspe“, die noch weitere Alltagslotsen für die Asylbewerber sucht.

Quelle: Uwe Straehler-Pohl

Großenaspe.. Die Projektgruppe „Flüchtlinge in Großenaspe“ informierte die Gemeinde erstmals Ende Mai über die Situation der Asylsuchenden. Wichtigster Punkt war die Suche nach freiwilligen Helfern, sogenannten Alltagslotsen. Beim jüngsten Treffen der Gruppe wurde nun mit konkreten Schritten die praktische Arbeit eingeleitet. Rund 20 Gäste kamen zu der Sitzung.

 Die Projektgruppe, in der sich alle Parteien und auch Nicht-Parteimitglieder engagieren, ist ein Gremium des Sport-, Schul- und Kulturausschusses. Der Leiter der Gruppe, Holger Altenscheid (Wählergemeinschaft BfB), erläuterte, in welcher Phase sich die Initiative befinde und wie die weiteren Schritte aussehen sollen.

 Zunächst einmal hat eine Abstimmung mit dem Amt Bad Bramstedt-Land stattgefunden, das unter anderem für die Unterbringung der Flüchtlinge zuständig ist. Zurzeit sind allein in Großenaspe 60 Menschen untergebracht, davon 17 Kinder. Sieben Betreuer kümmern sich derzeit um diese Flüchtlinge. „Es ist aber mit weiteren Zuweisungen zu rechnen“, erklärte Regina Menken von der Amtsverwaltung. Die Suche nach weiteren Helfern ist also noch aktuell. „Da die Zuweisung manchmal nur mit einer Woche Vorlauf erfolgt, ist es gut zu wissen, auf wen wir zurück greifen können“, so Menken.

 Die ehrenamtlichen Helfer sollen die Asylbewerber in allen Bereichen des Alltags, zum Beispiel bei Behörden- oder Arztbesuchen, unterstützen und ihnen als Ansprechpartner dienen.

 Holger Altenscheid konnte beim letzten Treffen der Gruppe fünf Interessenten verzeichnen, die sich bereit erklärt haben, als Alltagslotsen zu helfen.

 Als weiteres Ergebnis wurde der erste Termin für die regelmäßigen Treffen der Gruppe festgelegt, die jeweils am zweiten Montag im Monat stattfinden sollen. Jedes Treffen werde unter ein bestimmtes Motto gestellt, so die Idee von Altenscheid. Um „Kinderbekleidung und Spielzeug“ soll es beim ersten Treffen am 14. September ab 19 Uhr im Tennisheim gehen. Nicht nur die Helfer sind eingeladen, sondern auch die Flüchtlinge, die sich an den zusammengetragenen Sachspenden bedienen dürfen.

 Vorgesehen ist weiterhin, an die rund 400 Haushalte Flyer zu verteilen, um die Großenasper für die Unterstützung zu gewinnen. Die Flüchtlinge, so hofft Altenscheid, können dann über ihre Betreuer mobilisiert werden.

 Für die weiteren Treffen sind die Themen wie „Fahrradreparatur“ als Hilfe zur Selbsthilfe angedacht sowie „Verkehrssicherheit“, insbesondere für die Kinder und Radfahrer unter den Neuankömmlingen. Außerdem auf dem Plan stehen Kochen und Backen, Spieleabende oder ein Abend über Sitten und Gebräuche.

 Ein weiteres wichtiges Anliegen der Projektgruppe ist es, Hilfe zu koordinieren. „Wir wollen nicht dort, wo schon etwas angekurbelt wurde, parallel tätig werden“, betonte Holger Altenscheid. So wisse er beispielsweise, dass die Kirche sich bereits um den Sprachunterricht kümmere. Absprachen sollen deshalb nach und nach mit allen helfenden Vereinen und Institutionen getroffen werden.

 Auch wer nicht als Alltagsbetreuer tätig werden möchte, aber die Asylbewerber bei der Integration mit Ideen und Taten unterstützen will, ist bei den monatlichen Treffen im Tennisheim willkommen.

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Ein Artikel von
Uwe Straehler-Pohl

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