22 ° / 13 ° wolkig

Navigation:
Containerstadt für Flüchtlinge

Kaltenkirchen Containerstadt für Flüchtlinge

Am Freitag wurden für die erwarteten Flüchtlinge die ersten Wohncontainer im Freizeitpark, hinter dem Hochseilgarten am Festplatz, aufgestellt. Kurzfristig war es der Stadtverwaltung gelungen, 14 derartige Unterkünfte aufzutreiben.

Voriger Artikel
Produktionsschule gut gestartet
Nächster Artikel
Junge neue Schulleiterin

Am Freitag wurden die ersten Container für die neue Flüchtlingsunterkunft angeliefert, die hinter dem Hochseilgarten im Freizeitpark in Kaltenkirchen entsteht.

Quelle: Isabelle Pantel

Kaltenkirchen. „Flüchtlinge werden bei uns menschenwürdig untergebracht. Eine Zeltstadt wird es deshalb in unserer Stadt nicht geben“, stellte Bürgermeister Hanno Krause klar.

 In einem der Container können die Neuankömmlinge waschen, ein zweiter ist für den sanitären Gebrauch vorgesehen. Der Rest dient 36 Menschen als vorübergehende Unterkunft. Die neuen Plätze werden voraussichtlich schnell belegt sein, denn bereits am Mittwoch erwartet Krause eine größere Zahl von Flüchtlingen. Da der Zustrom nicht abreißen wird und die geplante feste Unterkunft am Kamper Stieg erst im nächsten Jahr fertig wird, dürfte die Containerstadt im Freizeitpark schnell erweitert werden. Platz dafür sei ausreichend vorhanden, versicherte der Bürgermeister.

 Besonderes Augenmerk wird nach den Worten Krauses darauf gelegt, dass dort kein sozialer Brennpunkt entsteht. „Wir werden deshalb unsere neuen Mitbewohner sozial begleiten“, kündigte der Bürgermeister an. Ansprechpartner für die Flüchtlinge werden vor Ort sein, versprach er.

 Das Gelände werde durch einen fest verschraubten Bauzaun gesichert, erklärte der Bürgermeister weiter. Zudem werde er mit dem Security-Unternehmen Pütz Kontakt aufnehmen, damit durch nächtliche Streifen die Sicherheit der Bewohner gewährleistet sei. „Das geschieht in enger Absprache mit der Polizei“, erläuterte der Verwaltungschef, der im übrigen richtig sauer auf die Bundesregierung ist. „Durch deren ständig schwankende Entscheidungen werden die Kommunen völlig überrollt,“ beklagte er. „Wir sind nur dabei, Chaos zu vermeiden.“

 Auch Land und Kreis bekommen vom Bürgermeister ihr Fett ab: „Hier wurde versäumt, rechtzeitig präventiv zu handeln.“ In Kaltenkirchen liegen hingegen nach seinen Angaben schon Pläne für den Fall in der Schublade, dass eine noch größere Zahl an Flüchtlingen in die Stadt kommt und die Containerstadt im Freizeitpark voll läuft. „Dann müssten wir an der Schirnau aktiv werden“, kündigte Krause an. Dort könnten hinter dem Vereinshaus der Kaltenkirchener Turnerschaft (KT) nicht mehr benötigte Tennisplätze weiteren Containern Platz machen. Im Vereinsheim könnten die Flüchtlinge kochen und duschen. Im schlimmsten Fall könnte auch die Tennishalle belegt werden. Gespräche mit dem KT-Vorsitzenden Sebastian Bock hat es bereits gegeben.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Aktuelle Nachrichten aus der Segeberger Zeitung
THW-Liveticker!

Alle THW-Spiele live
online verfolgen. Mit
dem THW-Liveticker

Sagen Sie es uns!

Vorschläge oder Kritik?
Schreiben Sie
der Redaktion!

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Segeberg 2/3