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Der erste Spargel ist da

Wiemersdorf Der erste Spargel ist da

Der Wind fegt zwar noch mit Eiseskälte über die Felder. Dennoch sorgen bereits die ersten polnischen Saisonkräfte dafür, dass der Spargelhof Schäfer für die Saison gewappnet ist. Gestern wurden die ersten Kilo Spargel gestochen. „Wir liegen gut in der Zeit“, sagt Karl Schäfer.

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Auf dem Spargelhof Schäfer in Wiemersdorf hat die Saison begonnen.

Quelle: Uwe Straehler-Pohl

Wiemersdorf. Was vor 34 Jahren auf einer Fläche von gerade einmal 3000 Quadratmetern angefangen hat, ist inzwischen zum Haupterwerbszweig des Hofes im Ortsteil Grünplan geworden: Auf mittlerweile 55 Hektar Land wird Spargel angebaut und geerntet – ein Saisongeschäft mit einer Dauer von rund zweieinhalb Monaten. Doch das hat es arbeitsmäßig in sich. Deshalb beschäftigt Karl Schäfer auch gut 75 Saisonkräfte, die fast alle aus Polen kommen und teilweise schon 20 Jahre dabei sind. „Alleine für das Sortieren des Spargels sind 20 Kräfte eingeteilt“, so Schäfer. Die anderen Saisonkräfte übernehmen die harte Arbeit auf den Feldern. Insbesondere an warmen Tagen finden sich die Spargelstecher schon frühmorgens zwischen den Spargelreihen ein.

 „Wir hatten einen milden Winter, deshalb hätten wir noch früher mit dem Ernten beginnen können“, erklärt Karl Schäfer. „Allerdings haben die Oster-Stürme viel von den sogenannten Verfrühungstunneln abgedeckt. Dadurch verzögert sich die Ernte etwas.“ Die Arbeiter haben im Moment noch mehr mit dem Ausbessern der Abdeckung zu tun, als mit der Ernte selbst. Der 15. April gilt als offizieller Startschuss für die Ernte in Deutschland. „Insofern liegen wir mit dem 13. April gut in der Zeit“, sagt Schäfer zufrieden.

 Um die Ernte zeitlich über die Saison zu strecken, wird mit einer recht simplen Methode etwas in den Lauf der Natur eingegriffen. Dort, wo früh geerntet werden soll, werden die Felder mit der schwarzen Folienseite nach oben abgedeckt. „Dadurch wird die Wärme besser absorbiert“, erklärt Schäfer. Dort, wo eine spätere Ernte gewünscht ist, zeigt die weiße Seite der Folie nach oben, die das Sonnenlicht reflektiert. Die Erde wird dadurch nicht so stark erwärmt.

 Auch wenn die Ernte bereits begonnen hat, müssen sich die Spargelliebhaber noch 14 Tage gedulden. Dann können sie das Gemüse an den zwölf Verkaufsständen in der Region endlich erwerben. Zwei Buden weniger als im Vorjahr – eine Sparmaßnahme, die wegen des Mindestlohns nötig sei, so Schäfer.

 Auch das Restaurant-Zelt öffnet erst am Freitag, 24. April. Dann werden dort jeden Freitag, Sonnabend und Sonntag in der Zeit von 11.30 Uhr bis 19.30 Uhr leckere Spargelgerichte angeboten. „Für größere Gruppen öffnen wir nach Absprache auch außerhalb der Zeiten“, verspricht Karl Schäfer.

 Als Höhepunkt der Spargelsaison findet am Sonntag, 17. Mai, wieder das Hoffest mit Kunsthandwerkermarkt und Kinderprogramm statt. Neben Spargelgerichten in verschiedenen Variationen, der Grünspargelsuppe und zahlreichen anderen kulinarischen Genüssen, werden die „Melker“ aus Norderstedt musikalisch einheizen.

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Uwe Straehler-Pohl

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