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1000. Herzklappe eingesetzt

Segeberger Kliniken 1000. Herzklappe eingesetzt

Ärzte der Klinik für Kardiologie und Angiologie im Herzzentrum der Segeberger Kliniken haben die 1000. Herzklappe eingesetzt. Empfängerin war eine 88-Jährige. Noch bis vor wenigen Jahren wäre das ein Eingriff am offenen Herzen gewesen – in dem Alter ein lebensgefährlicher Eingriff.

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Prof. Gert Richardt (v.l.), Schwester Julia und Dr. med. Mohamed Abdel-Wahab freuen sich mit Louisa Faust über den erfolgreichen Eingriff.

Quelle: Privat

Bad Segeberg. Die Patientin ist Louisa Faust, die sich laut Auskunft der behandelnden Mediziner bereits gut von dem Eingriff erholt hat. „Mein Großvater hat immer gesagt: Kinder, lacht viel. Das ist das beste Vitamin. Mit der neuen Herzklappe kann ich das jetzt wieder ohne Einschränkungen tun“, erzählte die 88-jährige Norderstedterin einer Pressemitteilung des Unternehmens zufolge.

Die vorgenommene Transkatheter-Aortenklappen-Implantation (TAVI) habe im Herzzentrum am Kurpark vor zehn Jahren begonnen und setze sich heute immer mehr durch, erklärte Chefarzt Professor Gert Richardt. „Der Eingriff ist medizinisch ein Fortschritt, insbesondere für ältere und geschwächte Patienten, aber zunehmend auch für Jüngere.“ Heute seien rund 90 Prozent der versorgten Patienten älter als 70 Jahre, 5 Prozent sogar älter als 90 Jahre alt, wie Kliniken-Sprecher Robert Quentin unterstrich. Die Ärzte arbeiteten sich dabei mit einem Spezialschlauch zum Herzen vor. Der Katheter sei nur wenige Millimeter dick und werde durch die Gefäße in der Leiste in die Blutbahn geschoben. Eine wenige Millimeter kleine Kunstklappe liegt bereit, bestehend aus einem Metallgitter mit einer eingenähten biologischen Herzklappe, die aussieht wie ein zusammengefalteter Regenschirm. Dieser Eingriff dauere nicht länger als eine halbe Stunde, versichern die Mediziner.

200 Herzklappen setzen die Segeberger mittlerweile nach eigenen Angaben Jahr für Jahr ein. Ein Team aus Herzchirurgen, Kardiologen, Röntgenärzten, Anästhesisten und Pflegepersonal betreut in dieser Phase die Patienten, sowohl vor dem Eingriff als auch durch Kontrolluntersuchungen im Anschluss.

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Ein Artikel von
Gunnar Müller
Volontär

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