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Noch Lehrstellen zu vergeben

Handwerk Mittelholstein Noch Lehrstellen zu vergeben

Die neuen Lehrlinge der in der Kreishandwerkerschaft Mittelholstein (Kreis Segeberg und Neumünster) organisierten Betriebe haben sich in die Lehrlingsrolle eingeschrieben. Allein in Segeberg haben sich jetzt 496 junge Menschen für eine Handwerker-Ausbildung entschieden.

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Die traditionelle Innungslade wartet auf die Einschreibungszeremonie.

Quelle: Harald Becker

Kreis Segeberg. Der Beifall des Publikums in der Kreissporthalle galt dann gleichermaßen den neuen Auszubildenden und dem gelungenen musikalischen Auftakt der Segeberger „Mountain Soul Unit“.

 „50 Lehrstellen sind noch zu vergeben“, sagte Kreishandwerksmeister Michael Kahl. Davon sind 31 Stellen bei der Agentur für Arbeit registriert. „Es werden hauptsächlich noch Lehrlinge im Hochbau, im Gas-, Wasser-, Heizungshandwerk und Elektriker gesucht“, fügte Michael Westerfeld, Bereichsleiter der Agentur für Arbeit im Kreis Segeberg, hinzu. „80 Prozent aller jugendlichen Migranten wissen nicht, was sie später einmal machen sollen. Wir wollen sie unterstützen, dafür sind wir ebenso da“, erklärte Westerfeld mit Blick auf anerkannte Asylbewerber. „Das Handwerk bietet auch hier eine Chance, sich in unsere Gesellschaft zu integrieren“, betonte Kahl, der die neuen Lehrlinge der 14 anwesenden Gewerke (Bau, Dachdecker, Fleischer, Friseur, Glaser, Kfz-Handwerk, Landbautechnik, Elektrohandwerk, Maler und Lackierer, Metallgewerbe, Raumausstatter, Sanitär-Heizung-Klima, Tischler und Zahntechniker) aufforderte, ihre Möglichkeiten zu nutzen und jetzt „ordentlich motiviert anzupacken“.

 Kreishandwerksmeister Kahl kann eine nach seinen Worten gute Bilanz vorweisen: Im Handwerk in Mittelholstein bildeten mit Stichtag 1. Januar 3100 Betriebe mit rund 15000 Beschäftigten insgesamt 2090 Lehrlinge aus. Zum neuen Ausbildungsjahr wurden jetzt 771 weitere Lehrverträge geschlossen. Damit hätten die Ausbildungsbetriebe im Vergleich zum Vorjahr über 1,8 Prozent mehr Lehrlinge eingestellt. An die Lehrlinge gerichtet sagte Kahl: „Sie haben die Chance, im Handwerk vom Lehrling über den Gesellen zum Selbständigen aufzusteigen.“ Das sei ein Weg der Selbstverwirklichung und biete eine sichere Existenz, Wertschätzung und wirtschaftliche Unabhängigkeit. „Die fällt Ihnen natürlich nicht ohne Ihr Zutun einfach so in den Schoß. Wir erwarten von Ihnen, dass sie ihre Pflichten aus dem Lehrvertrag erfüllen.“

 Bevor es unter Leitung von Elektro-Installateurmeister Rainer Wiening aus Norderstedt zur Einschreibungszeremonie kam, bei der sich aus jedem Gewerk ein Auszubildender in die jeweilige Innungs-Lehrlingsrolle eintrug, zog Gastredner Thorsten Storm, Manager des vielfachen deutschen Handballmeisters THW Kiel, Vergleiche zum Leistungssport: „Talent reicht nicht, wichtiger sind Wille und Bereitschaft. Dies gilt für den Handballsport und auch für das Handwerk.“ Storm hatte sich in seinem „ersten Leben“ als Fernsehtechnik-Mechaniker ausbilden lassen. „Im THW-Handballteam übernehmen die Spieler Verantwortung und auch die entsprechende Disziplin, sich weiterzuentwickeln. Ihr seid jetzt auch ein Teil des Teams, also packt es an“, motivierte Thorsten Storm die gebannt zuhörenden jungen Menschen.

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