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Gefahren bei E-Auto-Unfällen

Infotag in Leezen Gefahren bei E-Auto-Unfällen

Die Bundesregierung will mehr Elektro-Fahrzeuge auf die Straßen bringen, lockt mit Kaufprämien und Steuerfreiheit. Wie die Feuerwehr mit diesen E-Autos bei Verkehrsunfällen umgehen soll, machte eine Informationsveranstaltung deutlich. Vorträge ergänzten die Ausstellung auf dem Leezener Dorfplatz.

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Leezens Amtswehrführer Spencer Finnern zeigt die Rettungskarte eines Autos, die der Feuerwehr wichtige Informationen für ihre Vorgehensweise bei Verkehrsunfällen gibt.

Quelle: Harald Becker

Leezen. In Leezen standen mit einem Tesla und den BMW E3 und E8 entsprechende Pkw. Leezens Amtswehrführer Spencer Finnern verband die Schulung seiner Kameraden mit einem Appell an die Halter: Immer die Rettungskarte dabei haben. „Der richtige Ort wäre der Platz hinter der Sonnenblende auf der Fahrerseite“, sagte er. Auf der Karte sind die Einbauorte von Airbags, Gurtstraffern, Hochvoltbatterien, deren HV-Kabeln und die HV-Trennstellen grafisch verzeichnet. Daran erkennt der versierte Feuerwehrmann, wo er den Schnitt mit der Rettungsschere ungefährdet ansetzen kann.

 Uwe Lewerenz aus Neversdorf, der in Hamburg bei der Berufsfeuerwehr arbeitet, ging auf den Eigenschutz der Feuerwehrleute ein, der mit der normalen Feuerwehrschutzbekleidung inklusive der Brandschutzhaube erreicht werde. Bei Bränden sei Atemschutz erforderlich. Müssten die modernen Karosserien der Elektro-Fahrzeuge mit den Mitteln der Feuerwehr geöffnet werden, könnten krankheitserregende Stäube entstehen. Hiervor bieten Partikel-Filter mit Augenschutz ausreichenden Schutz. „Aufpassen müssen die Einsatzkräfte, dass sie sich nicht an scharfkantigen Fahrzeugteilen der Leichtbauweise verletzen“, betonte Uwe Lewerenz.

 In einem zweiten Referat ergänzte Benjamin Barkenthin von der DEKRA Lübeck mit den technischen Abläufen das Thema. „Es besteht maximal das Risiko einer heftigen Reaktion, doch von einer Explosion einer Hochvoltbatterie kann keine Rede sein“, meinte er. Als „äußerst gering“ schätzte er das Verletzungsrisiko der Helfer ein, durch die Hochspannung in Mitleidenschaft gezogen zu werden. Das könne nur durch unsachgemäße Verwendung des Einsatzgerätes passieren. „Bei sachgemäßer Vorgehensweise ist die Gefahr für Leib und Leben also gering“, so Barkenthin.

 „Ziel der Veranstaltung war es, bestehende Ängste vor dem Unbekannten zu nehmen und dabei den Respekt vor den Gefahren nicht zu verlieren. Dies ist uns mit der intensiven Schulung wohl gelungen“, zog Finnern ein positives Fazit des Info-Tags.

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