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Holstenstraße Kaltenkirchen Vorschläge gesucht

Vorschläge erbeten, Kritik erlaubt: Die Wählergemeinschaft „Pro Kaki“ möchte mit einer Umfrageaktion auf dem Grünen Markt am Sonnabend, 6. Juni, Bürger in die Ideenfindung zur Neugestaltung der Holstenstraße einbeziehen.

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Die Holstenstraße in Kaltenkirchen ist zwar eine Tempo-20-Zone, gehört trotzdem zu den am meisten befahrenen Straße der Stadt.

Kaltenkirchen. Obwohl sich in der viel befahrenen Geschäftsstraße in den vergangenen Jahre viel verändert hat, sind immer noch viele Fußgänger, Fahrradfahrer und Autofahrer unzufrieden. Die einen klagen über den starken Verkehr und den dadurch entstehenden Lärm (verstärkt durch das Kopfsteinpflaster), andere kritisieren die geänderten Verkehrsregeln für Radfahrer, die auf der Fahrbahn radeln müssen und nicht mehr die breiten Gehweg benutzen dürfen. Wieder anderen gefallen die gelben Laternen nicht mehr, auch die vielen parkenden Autos werden als störend empfunden. Was tun?

 Antworten möchte die Wählergemeinschaft „Pro Kaki“ zusammen mit Bürgern finden. Sie fragt: Wofür soll sich „Pro Kaki“ einsetzen, damit die Holstenstraße und die Innenstadt attraktiver werden? Am Info-Stand auf dem Grünen Markt kann ein Fragebogen ausgefüllt und mit den Mitgliedern der Arbeitsgruppe diskutiert werden. Auch Ideen dürfen eingebracht werden.

 Ein aussagestarkes Meinungsbild wollen die „Pro Kaki“-Vertreter unter anderem mit Antworten von Bürgern auf folgende Frage erstellen: „Möchten Sie, dass die Holstenstraße ganz oder teilweise zur gemeinsamen Straße „Shared Space“ umgebaut wird?“ Vor drei Jahre hatte bereits die FDP-Fraktion angeregt, anstelle des Kopfsteinpflasters eine ebene Fläche mit Verbundsteinen zu schaffen – ohne Abgrenzung zu den vorhandenen Gehwegen. Auf der Fläche sollten sich Fußgänger, Radfahrer, Rollstuhlfahrer und Autos gleichberechtigt bewegen. Nicht nur in Holland, sondern auch in vielen deutschen Städten, beispielsweise in Barmstedt (Kreis Pinneberg), hat sich diese Art gleichberechtigter Verkehrsteilnehmer bewährt. „Shared Space“-Philosophie zielt darauf ab, von Autoverkehr bislang dominierte Bereiche für andere Verkehrsteilnehmer attraktiver und sicherer zu gestalten. Dazu zählt, möglichst auf Verkehrszeichen und Fahrbahnmarkierungen zu verzichten. Beabsichtigt wird aber nicht, den motorisierten Verkehr zu verdrängen. Wichtig ist, dass Autofahrer, Fußgänger und Radler verstärkt Rücksicht aufeinander nehmen und so gut miteinander zurechtkommen. „Shared Space“ bedeutet übersetzt so viel wie „gemeinsam genutzter Raum“. Der FDP-Vorschlag fand jedoch keine Mehrheit in den dafür zuständigen Gremien der Stadt.

 Nach Recherchen des „Pro Kaki“-Vorsitzenden Reinhard Bundschuh hat die Stadtvertretung bereits 2009 eine Umgestaltung der Holstenstraße beschlossen. Geplant war schon damals eine so genannte Mischverkehrsfläche, die von allen Verkehrsteilnehmern gleichberechtigt genutzt werden sollte. Die Umgestaltung sollte spätestens realisiert werden, wenn der Bahnhofsplatz fertig ist. Die Bauarbeiten dort sind inzwischen fortgeschritten. Der Sky-Markt, die Bäckerei Andresen und der Drogeriemarkt Budnikowsky haben bereits eröffnet; Dodenhof mit einem Modegeschäft und auch die Fast-Food-Kette Burger King mit einem Restaurant wollen später am AKN-Bahnhof für mehr Laufkundschaft sorgen.

 „Pro Kaki“ möchte aber noch mehr wissen als Meinungen zu „Shared Space“. Am Sonnabend lauten deshalb weitere Fragen: „Sollte die Einbahnstraßenregelung in der Holstenstraße zwischen Brauerstraße und Bahnhofstraße umgekehrt werden, um den Durchgangsverkehr zu verringern?“ – „Möchten Sie, dass die Holstenstraße ganz oder teilweise zur Fußgängerzone wird?“ – „Möchten Sie mehr Hindernisse für Autos, damit die Fahrzeuge langsamer fahren müssen?“ – „Möchten Sie mehr Parkplätze in der Holstenstraße?“

 „Wir möchten erreichen, dass Ideen der Bürger für eine Umgestaltung der Holstenstraße gleich zu Beginn in etwaige Planungen mit einfließen und freuen uns auf viele interessante Gespräche und konstruktive Vorschläge“, sagt Reinhard Bundschuh, der auf viel Zulauf am Infostand hofft. Wer nicht dorthin kommen kann, findet die Fragen auch auf der Homepage der Wählergemeinschaft. Zudem können Anregungen per E-Mail (info@pro-kaki.de) mitgeteilt werden.

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Ein Artikel von
Michael Zwicker

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